Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
18:57
21.07.2017

Wir haben einige Leserbriefe zum Tod von Astrit Dehari am 5. November in Prizren erhalten. Eine deutsche Leserin fragte uns nach einigen biographischen Details zum Vater, der beiden toten Kämpfer von VV ( Bewegung für Selbstbestimmung). Jeder der Avni Dehari kennt, ist von seiner Freundlichkeit und seiner Bildung tief beeindruckt. Avni Dehari ist ein linksdemokratischer Veteran des Kampfes  für Freiheit, Selbstbestimmung, und soziale Gleichheit

in der Region. Der tapfere Vater von Arbënor und des in politischer Gefangenschaft wahrscheinlich ermordeten Asttrit  Dehari, ist Patriot und Internationalist zugleich.  Avni Dehari  wurde am 3. Mai 1947 im Dorf Sllupçan të Likovës bei Kumanovo in Mazedonien  geboren . Dort besuchte er die Grundschule , die Mittelschule, sowie das Gymnasium. Anschließend studierte er Philologie, besonders die albanische Sprache und Literatur,  an der Universität in Prishtina. Von 1981 bis 1999 lebte Avni  Dehari im Exil zusammen mit seiner Frau Xhemile  in der Schweiz. Er wurde vom jugoslawischen Staat wegen seiner patriotischen und linken Haltung verfolgt. Im Exil war Avni Dehari führend in der LPK (Volksbewegung Kosovas)tätig. Im Gegensatz zu Gestalten wie Adem Grabovci,  oder Xhavid Haliti, blieb er seiner linken Gesinnung treu. Wer Avni kennt weis wie sehr er jede Form von Unterdrückung in sozialer und nationaler Hinsicht hasst. Als Autor hat er mehrere wichtige Werke verfasst. Avnie Dehari schrieb aber nicht nur politische Texte. Es gibt viele Gedichte, Prosa und Kinderbücher von ihm.  Avni Dehari lebt mit seiner Familie seit 2001  in Pristina. Die Familie Dehari ist  im Jahr 1999 nach Kosova aus der Schweiz zurückgekehrt. Avni Dehari war einige Zeit im Exil Chefredakteur der Zeitung  Zëri I Kosovës,( Stimme Kosovas). Nach dem sein Sohn Astrit als politischer Gefangener mit ziemlicher Sicherheit vom faschistoiden Regime umgebracht wurde findet er die bewundernswerte Kraft , um für Gerechtigkeit für seinen Sohn und alle anderen Verfolgten zu kämpfen.

Foto Avni Dehari am 24 November in Prishtina. Dort forderten tausende "Gerechtigkeit für Astrit"