Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
15:55
20.08.2019
Vollbild anzeigenDies war einst die Parole der albanischen „ Wiedergeburt „ die Losung der „ Liga von Prizren“ aus dem Jahr 1878. Damit sollte die Teilung der albanischen Nation in „Orthodoxe Christen“ „Katholiken“ und „Moslems“  überwunden werden. Die Losung war laizistisch und erklärte die Religion zur Privatangelegenheit jeder  einzelnen Person. Diese laizistische Position sowie die religiöse Toleranz müssen speziell in Kosova erhalten bleiben. Gegenwärtig unternehmen einige

 islamistische Organisationen jedoch  den Versuch diesen Konsens in Kosova in Frage zu stellen.  Genau 829 Moscheen gibt es heute in Kosova – vor dem Krieg waren es weniger als 300. Innerhalb weniger Jahre wurde mit Geld aus dem arabischen Raum und der Türkei Hunderte Moscheen errichtet: Der türkische Premier Erdogan kam nach Prishtina und forderte eine Revision der Schulbücher, die die Osmanen als Besatzungsmacht beschrieben. In Prishtina gibt es das  absurde  Phänomen, von  islamistischen Demos. Nach Angaben des evangelischen Pfarrers Artur Krasniqi werden- „Strassen blockiert und  Ladeninhaber, die an Freitagen nicht schließen wollen  bedroht“. Der Mufti von Kosova hat islamischen Religionsunterricht gefordert  sowie das Tragen von Kopftüchern an den Schulen und den staatlichen Einrichtungen verlangt. Die westliche Staatengemeinschaft,, besser die EU schaut bewusst weg und ignoriert das islamistische Treiben. Die Zeitung Jesus Ch. schreibt:“Vor Weihnachten 2011 wollten die Christen wie in Vorjahren in Schulen und Kindergärten Pakete an Kinder verteilen. «Muslime fuhren mit Lautsprechern durch Prishtina und forderten die Leute auf, die Geschenke abzulehnen.» Die Christen wichen in die Dörfer aus. Da warnten Kosovaren mit langen Bärten, offensichtlich in arabischen Ländern geschult, die Menschen davor, etwas von Christen anzunehmen. Es bringe Unglück.“

 

Für Religionsfreiheit, Laizismus und sozialen Widerstand

Dieser Artikel richtet sich gegen keinerlei Religion auch nicht gegen den Islam. Es geht darum das grundlegende Element  der „ Liga von Prizren“ zu verteidigen. Die Religion und der Staat müssen in Kosova und überall absolut voneinander getrennt sein. Die Religion ist Privatsache und sonst nichts. Die intoleranten Islamisten sind in Kosova noch eine  radikale Minderheit. Dennoch werden sie stärker. Die Massenarmut und  die hohe Arbeitslosenzahl von offiziell 47% bereiten  islamistischer Demagogie und „Sozialarbeit“ den Boden. Dagegen muss gekämpft werden. Die Arbeiter und Bauern müssen den Kampf gegen die Privatisierung, gegen den Kolonialismus und die politische Mafia führen. Das stellen der sozialen Frage ist die einzige Möglichkeit, der weiteren Verelendung in Kosova zu begegnen. Damit es zu keinem Widerstand gegen das neoliberale Hungerprogramm der Regierung  kommt toleriert die EULEX den politischen Islamismus. Nur der Kampf um soziale Rechte bietet die Chance das eigene Leben zu verbessern. In diesen Kampf müssen sich die armen Menschen Kosovas unter Führung einer reaktivierten Arbeiterbewegung  stürzen. Im Kampf für soziale Rechte wird die Religion bedeutungslos. Nur wenn nicht gekämpft wird, haben Scharlatane und religiöse Heilsbringer gewisse Chancen.