Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
11:53
30.11.2020

 Originalbild anzeigenAm 22. Oktober gab die US- Botschaft in Prishtina eine offizielle Erklärung zur Regierungskrise in Kosovo, sowie zur Privatisierung der PTK ab. Die Erklärung ist überschrieben mit dem Satz: „US-Botschaft unterstützt die Privatisierung der PTK“. Die Erklärung ist nichts anderes als die Rechtfertigung bzw. die Drohung einer Kolonialmacht. Das Scheitern der PDK - LDK Regierung wird völlig zurecht, mit dem handeln von US Botschafter Dell in Verbindung



gebracht. Dell stürzte einen Tag nachdem die LDK im Parlament ihre Abgeordneten aus einer Abstimmung- bezüglich der Privatisierung der PTK- zurückzog in das Gebäude der LDK. Wütend forderte Dell den Rücktritt der LDK aus der Regierung und sofortige Neuwahlen. Die LDK befolgte den Befehl von Dell und erklärte das Scheitern der Koalition. Die USA wollen die schnellstmögliche Privatisierung der PTK ( Post und Telekommunikation), dies und nichts anderes geht aus der Erklärung der US Botschaft hervor. Die Erklärung sagt uns auch wie unabhängig Kosova eigentlich ist. In welchem Land befielt eine Großmacht direkt über die wirtschaftspolitischen Ziele ? Nur in einer offenen Kolonie. Die US Botschaft will die Privatisierung angeblich, um die Korruption zu bekämpfen. Ergo Bürger in Kosova schenkt euren Reichtum her, dann gibt es keine Korruption mehr. Wir zitieren einiges aus der Erklärung der US Botschaft mit ihrem kolonialen Duktus.

Dokumentation und Kommentare

 

Erklärung der US Botschaft in Prishtina.

Dokumentation. „Die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Pristina versichert ihre Unterstützung für die Privatisierung der PTK. US Außenministerin Clinton hat bei ihrem Besuch in Kosovo klar gemacht, dass die jüngsten wirtschaftlichen Reformen notwendig sind , um die Wirtschaft zu öffnen. Die Privatisierung staatlicher Unternehmen ist eine solche Reform, und dies ist eine wesentliche Voraussetzung für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Der privaten Sektor und die Entfernung von staatlichem Einfluss in der Wirtschaft ist ein wichtiges Element zur Bekämpfung der Korruption. Es ist überraschend für uns, dass viele der Leute, die gegen die Korruption sind, nicht akzeptieren, dass so lange wie große Unternehmen in staatlicher Hand bleiben, es immer Versuchungen gibt, sie als leichte Quelle der Patronage und der Korruption zu nutzen. Wir wollen die Privatisierung der PTK in einer Weise, die qualifizierte Bieter anzieht einen Fachmann, der den Kunden einen besseren Service als die PTK bietet. Für den Kosovo-Haushalt ist Flexibilität nötig, um weiterhin Investitionen zu betreiben, die notwendig sind für die wirtschaftliche Entwicklung im Kosovo. Unsere Unterstützung für ein unabhängiges, demokratisches und wohlhabendes Land Kosovo ist unser Interesse deshalb unterstützen wir die Privatisierung der PTK. ------ Einige Kritiker der Privatisierung der PTK haben legitime Argumente gegen die Privatisierung der PTK , obwohl unserer Meinung nach gehören diese Argumente in die Vergangenheit. Diese Kritiker scheinen das Gefühl der Nostalgie für den Sozialismus und die Zeit des Kalten Krieges in Jugoslawien zu bewahren. Die Entwicklung der Erfolgsgeschichte dieses ökonomische Modell ist bekannt. Die Debatte über die Privatisierung der PTK ist oft von unverantwortlichen Angriffen gekennzeichnet, dies verdeckt jedoch die wirtschaftlichen Probleme. Diese Kritiker haben wilde Verschwörungstheorien fabriziert eine Mischung aus unbegründeten Anschuldigungen, emotionalen Gefühlen, aber keine Gründe und Fakten Eine Verschwörungstheorie ist ein schlechter Ersatz für die intellektuelle harte Arbeit, die in moderne und konsequente Argumentation gefasst und gut durchdacht ist . Am Tag der Abstimmung über die Privatisierungsstrategie der PTK hatte unser Botschafter ein Gespräch mit dem Amtierender Präsidenten Krasniqi. Es wurden Dinge besprochen die nichts mit der PTK zu tun hatten.------- Wir werden weiterhin die Privatisierung mit anderen Botschaftern und anderen Diplomaten und Beamten diskutieren. Wir geben weiterhin Unterstützung den Vertretern der Regierung und den Oppositionsparteien, um diese und viele andere Fragen zu diskutieren. Unser Engagement, um mit Regierung und Opposition zu arbeiten, hat einen rechtmäßigen Platz in Kosovo-------- das ist ein gemeinsames Interesse."


Kommentar

Mit keinem Wort geht die Kolonialmacht USA auf die Realität ein, dass die PTK das rentabelste Unternehmen in der Hand der Gesellschaft ist. Die PTK verfügt über Rücklagen im Wert von 400 Millionen Euro. Jetzt soll die PTK für 3 bis 400 Millionen Euro verkauft werden. Die USA verlangen eine flexible Haushaltsführung in Kosova. Klar die PTK soll schnellstmöglich privatisiert werden. Diese Privatisierung hat einen doppelten Zweck- 1. Ein privater Investor macht mit dem 75% Erwerb der PTK ein Riesengeschäft. 2. Der Haushalt Kosovas benötigt nach US Diktion schnell Geld, um beispielsweise mit der Bezahlung einer Autobahn durch Kosova zu beginnen. Bekanntlich betreibt den Bau der Autobahn in der Hauptsache die Firma Bechtel. Der US- Gigant will nicht 650 Millionen, wie flexibel vereinbart war, für die Autobahn erhalten. Im Gegenteil, die Kalkulation von Bechtel und des kleineren türkischen Partners liegt jetzt bei 1, 3 Milliarden Euro. Solche Kalkulationen unterstützt die USA in Kosova. Jede Art von Sozialpolitik ist ihr ein Graus. Die US Botschaft meint die Kritiker der Privatisierung fröhnen der „Sozialismus Nostalgiger“. Klar dürfte allerdings sein, dass es sich damals in Jugoslawien nicht um Sozialismus handelte. Es geht darum eine Gesellschaft zu schaffen in der es Freiheit und soziale Gleichheit gibt. Denn das eine ist ohne das ANDERE nichts Wert. Kosova hat der Privatisierung bis dato nur geschadet. Das Land ist das ärmste in der Region. All dies interessiert die US- Botschaft in Kosova nicht, genauso wenig wie es andere Botschaften in Kosova interessiert. Die Quintessenz in der Erklärung der US Botschaft ist „Privatisieren Privatisieren und nochmals Privatisieren. Gut passt dazu eine Meldung aus dem deutschen Handelsblatt. Die Zeitung für Geldanleger empfiehlt US- Aktien im Bereich der privaten Gefängnisse in den USA. Das Handelsblatt nennt diese Anlagen „sehr rentabel“. Klar mehr als 1% der US Bürger befinden sich in Haft. Auch die meisten ehemals öffentlichen Toiletten sind in privater Hand, pinkeln kostet Geld.


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