Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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19.10.2019
Gegenwärtig läuft in Kosovo eine offizielle Werbekampagne unter dem Motto- „Kosovo- Die jungen Europäer“ ab: Dazu nahm die LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) auf ihre spezielle Art Stellung. Auf die großflächigen Werbeplakate in Prishtina und an anderen Orten wurden passende Parolen geschrieben. Die Menschen in Kosova sind oft jung

aber sie sind keine Babys, wie es das Monument „Newborn“ im Zentrum Prishtinas zum Ausdruck bringen will.. Objektiv besteht keinerlei Notwendigkeit ,die Menschen in Kosova unter Aufsicht durch EU Behörden zu stellen. Die Aufsicht gegenüber erwachsenen Menschen ist immer reaktionär. Die Menschen müssen ihr Schicksal selbst entscheiden können. Der offen zur Schau gestellte „ Fürsorgegedanke“ ist nur die Oberfläche, um die dahinter steckenden kolonialen Machtverhältnisse zu verbergen. Die Menschen in Kosova sind geographisch betrachtet Europäer. Aber sie können sich nicht bewegen, sie können nicht die EU Staaten besuchen Vor allem aber ist Kosova isoliert. Die Menschen in Kosova gehören zu den isoliertesten Menschen auf dem Globus. Auf der anderen Seite, ist fast die ganze Welt durch Missionen in Kosova vertreten. Der Spruch „ Wir sind Europäer“ ist nichts als eine blödsinnige Tautologie. Konfrontiert sind die Menschen Kosovas mit der EULEX, Polizei, den KFOR Soldaten und mit der absoluten Machtfülle eines europäischen Monarchen. Im Bedarfsfall kann der hohe EU Vertreter sämtliche Gesetze in Kosova annullieren, sowie Politiker ein und absetzen. Dies ist bis dato nicht geschehen, weil sich die politischen Marionetten der Kolonialisten bereits im Vorfeld einer Entscheidung fragen, ob ihre Handlung dem ICO Boss gefällt. Sie gaben allerdings 5. Millionen Euro für einen lächerlichen Werbespott aus, der internationalen Geschäftsleuten, zu deren Amüsement verhelfen soll. Die EU ist in Kosova nur durch Polizisten, Soldaten und Richter vertreten. Kosova benötigt aber Ärzte, Lehrer, Schulen und Krankenhäuser, Kosova benötigt soziale Gleichheit und Selbstbestimmung. Keinesfalls benötigt Kosova einen neoliberalen Privatisierungsprozess, welcher die Armut vermehrt und Kosova nur die Perspektive eines günstigen Rohstofflieferanten gewährt, wenn sich die kapitalistische Welt wieder von der ökonomischen Krise erholen sollte.

Dokumentation Bilder von den Aktionen der LPV