Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
20:07
20.08.2019
Das amtliche Endergebnis der albanischen Parlamentswahlen vom 28. Juli ist immer noch nicht bekannt. Leonard Olli von der Wahlstelle KOZ geht von folgendem Resultat aus, die „Allianz für die Veränderung“ der „Demokratischen Partei" unter Sali Berisha erreichte 46,9%. Dies sind 71 Sitze im neuen Parlament. Die „ Einheit für die Veränderung“ unter Regie

der  Sozialistischen Partei erreichte 45,6% und damit 65 Sitze im Parlament . Die "Sozialistische Allianz für die Integration" unter Ilir Meta, kam auf 5,5% und damit auf 4 Abgeordnetensitze. Noch nicht ausgezählt sind die Stimmen in 49 Stimmlokalen von insgesamt 4753. Stimmbezirken.

Spannungen in Albanien

 

Das Leitungsmitglied der „Sozialistischen Partei , Gramoz Ruçi, sprach von „Wahlfälschung“ und unterstellte der KOZ: „ Provokationen im Namen von Berisha“ zu unternehmen. Gestern schloss Ruci auch einen „Volksaufstand gegen die Fälscher“ nicht mehr aus. Dies alles macht die internationale Staatengemeinschaft nervös. Der US Botschafter John Withers, sprach sich in Tirana für ein „Ende der Auseinandersetzungen“ aus. In der Tat, die Stimmung ist geladen obwohl sich nicht mehr als 50% der Bevölkerung  an den Wahlen beteiligten. Sollte aber der Konflikt zwischen PD und PS weitergehen, könnte als dritter Faktor das Volk in Erscheinung treten und den kompletten politischen Müll in den Abfalleimer treten. Es gibt tatsächlich keine großen programmatischen Differenzen zwischen den Parteien.

 

Der bürgerliche Retter Ilir Meta

 

Der Chef der LSI ( Bewegung für die sozialistische Integration) will sich Koalitionsgesprächen mit der PD nicht mehr verweigern. Er sagte, dass im „viele wichtige Personen aus dem Ausland und dem Inland“ zu einer Koalition mit Berisha rieten. Dreimal darf geraten werden von welchen Mächten diese Personen beauftragt wurden. Es sind die selben Staaten welche Kosova das Selbstbestimmungsrecht verweigern. Nebenbei bemerkt, hat keine Partei ein wirkliches Sozialprogramm auf der Agenda und keine der genannten Politiker spricht über die grausame Lage der Menschen in Kosova. Ein Aufstand in Albanien könnte die Karten aber neu mischen. Voraussetzung dafür ist, dass sich die einfachen Menschen in Albanien unter sozialen demokratischen und nationalen Parolen in Bewegung setzen. Letzteres würde den Albanern in Kosova neuen Auftrieb geben, um ihr Selbstbestimmungsrecht durchzusetzen und den Kampf für soziale Gerechtigkeit fortzusetzen.