Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
17:54
22.08.2019
Die Gründung der „Sozialistischen Partei Kosovas“ ist nach Bajram A. kein „fortschrittliches Projekt“. Zutreffend stellt er fest, dass die SPK mit den Kolonialisten in Kosova zusammenarbeiten will. Ebenso will sie die Koalition mit der PDK nicht beenden. Der LPK Vorsitzende Emrush Xhemajli, erteilte in einem Interview der Privatisierung keine grundsätzliche  Absage.

Damit könnte das Projekt der Schaffung einer „Sozialistischen Partei“ nach der Logik von Bajram, in den Schrank gehängt werden. Diese Methodik ist allerdings zu einfach und lässt sich nur formal logisch begründen. Tatsache ist: Herr Xhemajli, ist noch nicht zum Vorsitzenden der SPK gewählt. Die Entwicklung der SPK ist noch in einem bestimmten Maße offen. Denn die LPK ist in Kosova sehr klein. Wenn sie Masseneinfluss erlangen will, muss sie auf die Arbeiter und die sozial Deklassierten und die Jugend zugehen. Mit einem sowohl als auch Programm ( Beispiel Privatisierung) wird dies nicht möglich sein.. In Kosova gibt es ein Gerangel um den Titel „Sozialdemokrat“. Vor der Friedrich Ebert Stiftung in Prishtina liefern sich häufig die PDK, die ORA, die PSD, sowie die LPK ein Gerangel um die Frage wer der bessere Sozialdemokrat ist. Dieses abstoßende Schauspiel wird die PDK, unter Hashim Thaci gewinnen. Denn die PDK hat eine gefestigte Struktur und ist wesentlich größer als die anderen Parteien. Die LPK wird diesen Wettkampf nicht gewinnen auch wenn sie sich „Sozialistische Partei“ nennt. Es bleibt zu fragen, wie wird sich die SPK nach ihrer Gründung zu den konkreten Problemen in Kosova verhalten ? Wird sie neue und frische Mitglieder gewinnen oder nicht ? Masseneinfluss kann sie nur erlangen wenn sie sich Grundsätzlich auf die Seite der Armen stellt. Dieser Prozess muss beobachtet werden. Man muss die SPK an ihren Taten messen und darauf achten, ob sie für Arbeiter und Arbeiterinnen zu einem Anziehungspool wird. Eines kann man jedoch sicher sagen; „ Wenn die SPK die Politik der LPK in den letzten Jahren fortsetzt und keine radikalen Forderungen gegen die Armut und den Kolonialismus aufstellt, ist das Projekt gestorben. Dies gilt es konkret zu sichten, statt einfach nach den Gesetzen der formalen Logik den Hammer draufzuhauen.