Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
10:15
22.10.2019
Die LPK ( Volksbewegung Kosovas) wird sich den Namen „ Sozialistische Partei Kosovas“ geben. Dies ist ein Fortschritt und eine gute Nachricht für Kosova, denn bis dato wurde alles was sich als links deklarierte von weiten Teilen der Öffentlichkeit als „Antialbanisch“ bewertet. Letzteres entspricht nicht der Realität, zudem ist der Name ein Ausdruck für

das politische Wollen der Unterdrückten, der Ausgebeuteten und der Beleidigten in Kosova. Natürlich stößt Gafur Elshani ( LPK) auf breite Zustimmung wenn er gegenüber der Presse erklärt: „ Wir stehen für soziale Gleichheit und für die Interessen der Arbeiter ein.“ Damit trifft Elshani ein Massenbedürfnis in Kosova. Immer mehr einfache Menschen erkennen, dass sich keine Partei für ihre Interessen einsetzt. Die „Sozialistische Partei Kosovas“ könnte durchaus ein Anziehungspol für die Arbeiter und Bauern werden, denen eine parteipolitische Interessenvertretung fehlt. Die Krux an der Sache ist, dass sich die LPK bis dato höchstens als linkssozialdemokratisch versteht. Das neue Programm wird aller Voraussicht nach diesen Rahmen nicht sprengen. Dennoch muss anerkannt werden, dass allein durch die Definition wir sind „links“ und „sozialistisch“ ein progressiver Bruch mit dem herrschenden politischem Diskurs in Kosova eingeleitet wurde. Viele Menschen außerhalb der LPK erwägen einen Eintritt in die „Sozialistische Partei Kosovas“. Sollte dies passieren ist den marxistischen Kräften in Kosova zu raten, u. Umständen diesen Schritt mitzumachen, um innerhalb der neuen Partei für ein marxistisches Programm zu kämpfen.. Vor allem muss von der neuen Partei gefordert werden, jede Zusammenarbeit mit der bürgerlichen PDK einzustellen und die Regierungskoalition mit ihr sofort zu beenden. Außerdem gilt es den Kampf gegen jeglichen Kolonialismus, sei es durch die UNMIK- EULEX Struktur, oder durch Serbien zu führen. Eine linke Partei darf keiner Privatisierung zustimmen. Besonders muss der Kampf gegen die Privatisierung der KEK ( Stromversorger), von Trepca, der Post und der Telekommunikation, aufgenommen werden Gegen die soziale Not und das Steigen von Massenarmut und Massenarbeitslosigkeit gilt es Kämpfe zu unterstützen und zu initiieren Dazu wird ein wahrhaft linkes Aktionsprogramm benötigt. Morgen bringen wir für unsere Leser Auszüge aus einem Artikel des bekannten linken Analytikers Agon Hamza, den er am 14. Mai in der Zeitung „Koha Ditore schrieb. Wer den Artikel in Albanisch lesen kann, kann dies unter http://agonhamza.blogspot.com/ tun. Der Artikel hat die Überschrift: „ Welche Perspektiven hat eine linke Partei in Kosova ?“-

Max Brym Kommentar