Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
10:55
22.10.2019
Der einstige Banker des jugoslawischen Diktators Slobodan Milosevic, Jezdimir Vasiljevic, ist in den Niederlanden als mutmaßlicher Millionen-Betrüger verhaftet worden. Er soll in den 90er Jahren im damaligen Jugoslawien tausende Menschen um ihre Ersparnisse gebracht haben. Jezdimir Vasiljevic sei bereits am Freitag den 3. März verhaftet worden,  erklärte ein

Sprecher des nierdländischen Justizministeriums.

Den Angaben zufolge wird Vasiljevic vorgeworfen, Sparer mit einem sogenannten Pyramidenspiel um umgerechnet 144 Millionen Franken «erleichtert» zu haben. Persönlich habe sich Vasiljevic davon umgerechnet 29 Millionen Euro in die Tasche gesteckt. Er sei 2004 in Serbien gegen eine Kaution freigelassen worden, habe sich aber 2006 vor der Eröffnung seines Prozesses erneut ins Ausland abgesetzt.

Wer ist Jezdimir Vasiljevic ?

Vasiljevic war in der ersten Hälfte der 90er Jahren Eigentümer der der Bank «Jugoskandik» in Belgrad. Er floh dann mitsamt Familie nach Israel und hinterließ tausende Sparer, die in der Folge ihr Geld verloren.

Die «Jugoskandik-Bank» hatte ohne Banklizenz ihre Kundschaft mit hohen Zinsen angelockt. Vasiljevic machte aus seiner Verehrung für Milosevic keinen Hehl und spendete Millionenbeträge für serbische Freischärler und Mörder. Der Typ Vasiljevic war ein signifikanter Unterstützer des Milosevic Regimes. Das Ziel des Milosevic Regimes bestand darin, aus der alten Bürokratie eine neue nationale Bourgasie zu formen. Dazu benötigte die damals herrschende Kaste wilden Nationalismus, um die serbische Bevölkerung von ihren sozialen Untaten abzulenken. Die heutige Schicht von Neureichen in Serbien hingegen, setzt auf die EU und gibt sich mit der Rolle des Komporadoren zufrieden. Dennoch ist auch sie wild nationalistisch. Die soziale Lage in Serbien ist katastrophal. Den Arbeitern Bauern und Studenten wird deshalb weiter das Gift des Chauvinismus vor allem zu Kosova eingeträufelt. Die serbischen Massen müssen begreifen, dass nur die Akzeptanz des Selbstbestimmungsrechtes von Kosova, ihre Köpfe frei macht. Ohne Ablehnung des Nationalismus können die Menschen in Serbien ihre sozialen und demokratischen Interessen nicht vertreten.