Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
09:44
17.10.2019
Die angebliche Regierung Kosovas hat das Urteil und die langen Haftstrafen, gegen bestimmte serbische Militärs vom vergangenen Freitag in Den Haag begrüßt. Die Regierung erklärte, „ mit diesem Urteil wurde der Gerechtigkeit genüge getan“. Nichts ist aber weniger wahr als diese Behauptung. Der prominenteste Angeklagte, der einstige Präsident, der damaligen jugoslawischen Teilrepublik Serbien, Milan Milutinovic, wurde freigesprochen. Auf http://alba-world.ch/ ist dazu zu lesen: „Ein Skandal! Ein Doppelspiel ist im Gange, denn diese Generäle wurden von Staatschef (Präsidenten), vom Oberbefehlshaber der Armee kommandiert!! Also wird hier das Signal ausgegeben: Die Generäle hätten nach eigenem Sinne gehandelt, und der Staat selber hätte sie nicht aufhalten können!! Die Staatsführer werden nicht verurteilt, somit ist nicht der Staat schuld, sondern einige "Kriminelle". Diese Anmerkungen zu dem Urteil sind völlig korrekt. Der serbische Staat und der serbische Chauvinismus wurden mit der Freilassung von Milutinovic entlastet. Nur einzelne sollen für die Massaker in Kosova verantwortlich sein, keinesfalls jedoch der serbische Staat und seine höchsten politischen Repräsentanten. Die Freilassung von Milutinovic ist ein Schlag ins Gesicht für alle, welche Gerechtigkeit für die Opfer des serbischen Nationalismus fordern. Letzteres interessiert jedoch die internationale Staatengemeinschaft nicht. Es geht darum Serbien in den EU- Block einzubeziehen. Dazu werden die alten Kader der Milosevic Partei benötigt. Milutinovic ist Mitglied der SPS, diese ist an der Regierung unter Präsident Tadic beteiligt.Ebenso beinhaltet das Urteil eine politische Unterstützung des serbischen Nationalismus. Der politisch reaktionäre Anspruch auf Kosova wird durch die Freilassung des Spitzenpolitikers Milutinovic legitimiert.