Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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17.10.2019
Die Frankfurter Rundschau schreibt heute: „Sie wollen weder die EU- noch die UN-Hoheit über ihr Land - zehntausende albanischer Kosovaren haben am Dienstag in Pristina gegen die bevorstehende Stationierung einer EU-Mission Eulex und für den sofortigen Abzug der UN-Soldaten demonstriert. Die Menge vor der Nationalbibliothek taufte den UN-Sondergesandten, Lamberto Zannier, in Sprechchören auf den serbisch klingenden Namen "Zanierovic" um und rief "Zanierovic raus".

Die gestrige Massendemonstration in Prishtina, welche nochmals mehr Teilnehmer hatte als die Demonstration am 19. November versetzt das örtliche politische Streichorchester und die internationalen Kolonialherren in Panik. Hashim Thaci und Fatmir Sejdiu wurden direkt als Lügner angegriffen. Albin Kurti von der LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) erklärte: „Die Bewohner Kosovas trauen den Politikern und ihren angeblich wichtigen Dokumenten nicht. Zuerst ermöglichten sie in Wien durch ihre Verhandlungen legale serbische Parallelstrukturen in Kosova. Jetzt haben wir den 6 Punkte Plan von Ban Ki Mon, in denen die serbischen Strukturen und die Teilung des Landes anerkannt wird.“ Immer wieder wurden Parolen gegen die UNMIK, die EULEX und die politische Führung Kosovas gerufen. Besonders das luxuriöse Leben von Thaci und Sejdiu wurde für ihre Kooperationsbereitschaft verantwortlich gemacht. Für die Organisation Cohu erklärte Avni Zogiani: „Die Politiker Kosovas leben im Luxus, diesen haben sie durch Korruption und Ausbeutung erreicht. Die internationale Staatengemeinschaft ermöglicht ihnen ihre schmutzigen Geschäfte“. In der Tat, die nationale und die soziale Frage lasen sich nur kombiniert miteinander lösen. Widerstand gegen die Kolonialisten leisten einfache Jugendliche, progressive Intellektuelle, Arbeiter, Bauern und völlig verarmte Menschen. Die korrupte politische Kaste Kosovas mit ihren Privilegien interessiert sich weder für soziale Belange noch für die Selbstbestimmung. Das einzige was sie interessiert ist ihr Bankkonto. Auf diese Figuren setzt die EULEX, die UNMIK und der serbische Staat. Die gestrige Demonstration veränderte in einem gewissen Rahmen das politische Koordinatensystem Kosovas. Die Frankfurter Rundschau schreibt: „Nach einer Umfrage von 2007 teilen etwa 15 Prozent der Kosovo-Albaner die radikalen Auffassungen der Bewegung "Unabhängigkeit" - eine Zahl, die rasch steigen kann: Zum ersten Mal ist es Kurti gelungen, auch Gruppen hinter seinen Parolen zu versammeln, die wegen ihres demokratischen Engagements bei internationalen hohes Ansehen genießen. „ Ergo die Zahl der UNMIK, EULEX Gegner steigt rapide an, die politische Kaste Kosovas steht unter Druck. Dies registriert auch die EULEX, die NZZ berichtete diese Woche darüber, dass 800 Spezialpolizisten nach Kosova entsandt werden, welche Spezialisten im NIEDERSCHLAGEN von Demonstrationen sind. Gleichzeitig wird dem westlichen Laienpublikum suggeriert, dass die EULEX Polizisten wichtig für den Kampf gegen die Mafia wären. Tatsache ist, die Mafia demonstriert in der Regel nicht. Die „Status- Neutrale“ EULEX ist dazu da den Widerstand des Volkes zu unterdrücken. Dabei genießen diese Herrschaften selbstverständlich Immunität. All dies wird aber nichts nützen immer breitere Teile des Volkes in Kosova sind bereit sich als Subjekt und nicht als Objekt zu betrachten. Dies kann aus der gestrigen Demonstration gelernt werden.