Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
08:39
21.09.2019
Am Freitag den 9.11.07 schrieb der Journalist Jürgen Elsässer, wieder einen seiner Artikel zu Kosova, in der Tageszeitung Junge Welt. Der Artikel zu den „Statusverhandlungen“ hat den Titel: „Vor dem Knall“. Neuerlich ignoriert Jürgen Elsässer das Recht der Bevölkerung Kosovas, mittels eines Referendums, von ihrem Selbstbestimmungsrecht gebrauch zu machen. Diese Haltung versteht Elsässer selbstverständlich als linke Haltung.

Tatsächlich hat diese Positionierung  nichts mit linker Politik gemein. In der Tat, läßt sich die Negierung des Selbstbestimmungsrechtes keinesfalls mit der Position Lenins vereinbaren. Vielmehr läßt sich die Haltung von Elsässer, mit der Haltung der französischen Rechten, gegen das Selbstbestimmungsrecht Algeriens vergleichen. Einst wurde die Unabhängigkeit Algeriens von diesen Kräften mit der Argumentation abgetan: „ Algerien ist ein unveräußerlicher Bestandteil Frankreichs“. Heute unterstützt Elsässer die serbischen Chauvinisten welche Kosova ebenso zum „unveräußerlichen Bestandteil Serbiens“ erklären. Der serbische Sozialistenführer Tucevic sah das in seinem 1914 erschienenen Buch „ Serben und Albaner“ völlig anders. Auch die antifaschistische Konferenz von Bujan in Kosova, zum Jahresende 1943, bekannte sich zum Selbstbestimmungsrecht. All dies schert Jürgen Elsässer wenig. Er turtelt sogar mit den Nationalisten der SRS (Serbische Radikale Partei), deren Idol Mihailovic 1946 in Belgrad wegen Kollaboration mit den Nazis gehängt wurde. Trotzdem versucht Jürgen Elsässer, statt sich selbst kritisch zu hinterfragen, anderen nationalistische Positionen zu unterschieben. Dies geschieht wie so oft bei Elsässer ohne Argumente. Elsässer schreibt: „Die Website kosova-aktuell, die der ultra nationalistischen Albanerbewegung Vetevendosje nahesteht.“



Dazu ergeben sich einige Fragen



Wie kommt Jürgen Elsässer dazu der LPV ultranationalistische Positionen zu unterstellen ?

Wo sind Zitate und Fakten die diese Argumentation unterlegen könnten? Aus dem Selbstverständnistext der LPV kann Elsässer diese Schlußfolgerung nicht ableiten. Es sei denn er versteht die Ablehnung der UNMIK und EUMIK Herrschaft in Kosova, durch die LPV als ultranationalistisch. Die LPV besteht auf dem Selbstbestimmungsrecht Kosovas, natürlich auch im Gegensatz zum serbischen Staat. In keiner Publikation der LPV wird Herr Elsässer irgendein chauvinistisches oder rassistisches Wort gegen einfache serbische Menschen oder Roma finden. Dennoch unterstellt Elsässer der LPV und der Website Kosova-Aktuell Nationalismus. Jürgen Elsässer verfährt nach der Methode: Der Dieb schreit haltet den Dieb“.

Wie daneben die Argumente Elsässers in Sachen „Ultranationalismus“ der LPV sind wird anhand folgender Tatsache besonders deutlich. Im Monat Oktober waren zwei LPV Vertreter auf Einladung der Abgeordneten Ulla Jelpke von der Partei „ Die Linke“ in Deutschland. Frau Jelpke unterhielt sich längere Zeit mit Hysen Durmishi und Liburn Aliu im „Deutschen Bundestag“. Es widerspricht jeglicher Logik anzunehmen, dass Frau Jelpke „Ultranationalisten“ empfängt und einlädt