Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
13:19
23.03.2017

 Europa droht ein umfassender Krieg. Offen drohte der serbische Ministerpräsident damit im serbischen Fernsehen. Eine oppositionelle serbische Politikerin verließ daraufhin die Debatte. Die nationalistische Regierung Serbiens, tut alles um den Konflikt mit Kosova zu verschärfen. All dies geschieht natürlich mit voller Rückendeckung aus Moskau. Auf Facebook schreibt dazu ein junger albanischer Student aus Deutschland: „Zunächst wird der von der serbisch-

orthodoxen Kirche aufrechterhaltene Opfermythos aufs neue beschworen.Davon angeheizt, machen sich nationalistische Kräfte mobil, um ein nicht vorhandenes Problem akut zu machen und an dessen Ende eine von Kriegslust durchtriebene Elite in Serbien unter dem Deckmantel des Menschenrechtsschutzes mit Krieg droht.“ So lieferte im Januar 1914 ein nationalistischer Serbe (Gavrilo Princip) den imperialistischen Mächten den Vorwand den 1. Weltkrieg auszulösen. Das hunderttausendfache Morden im ehemaligen Jugoslawien leitete der Großserbe Slobodan Milosevic, getarnt als Sozialist, mit seiner Rede auf dem Amselfeld 1987 ein. Er rief dem nationalistischen Mob zu-“ "Niemand darf euch schlagen!". Gestern erklärte der Staatspräsident Serbiens Tomislav Nikolic, praktisch Kosova den Krieg. Dieser Nikolic ist Ultranationalist und Tschetnik. Die kleine faktisch unter EU Verwaltung stehende Republik Kosova ist immer noch vom vergangenen Krieg traumatisiert .In Kosova, werden nach wie vor 1.666 Kriegsopfer vermisst deren Überreste liefert Serbien in regelmäßigen Abständen an die kosovarische Grenze. 

Hintergrund für den aktuellen Konflikt ist vor allem ein Zug. Dieser Zug ist ein Geschenk des russischen Präsidenten Putin. Diesen Zug hatten serbische Nationalisten im inneren mit Fotos orthodoxer Ikonen (Opfermythos) und außen mit der Aufschrift "Kosovo ist Serbien" (Nationalismus) ausgestaltet.
Als dieser schließlich auf der Strecke von Belgrad nach Mitrovica fahren sollte wurde der Zug von der serbischen Regierung selbst gestoppt. Dazu erklärte der serbische Ministerpräsident Vucic, dass die Albaner versucht hätten die Gleise mit Sprengstoff zu versehen . Mittlerweile ist kosovarische Spezialpolizei an der Grenze zu Serbien aufgezogen. Serbien lässt sich gerade von Russland aufrüsten. Russland bekommt im Gegenzug in unmittelbarer Nähe zu Kosova einen Militärstützpunkt. In Kosova ist die NATO stationiert.



Es geht nicht um einen Zug

Niemand in Kosova hat etwas gegen eine reguläre Zugverbindung. Aber der Zug mit nationalistischen Parolen ist eine ausblute Provokation. Er ist nur ein weiters Element serbisch nationalistischer Politik . Die nationalistischen Parolen am orthodoxen Weihnachtsfest. Der serbische Haftbefehl gegen Ramush Haradinaj, und dessen Verhaftung in Frankreich und jetzt der Zug. Gleichzeitig wurde in Nord Mitrovica eine Mauer gebaut um die Stadt endgültig zu teilen. Ein militärischer Konflikt würde sofort die verschiedenen Imperialisten involvieren, vom russischen Imperialismus bis hin zum deutschen Imperialismus. In Europa herrscht reale Kriegsgefahr. Entscheidend wird das Verhalten der serbischen Bevölkerung sein. Sie müssen im eigenen nationalem und sozialen Interesse, die kriegslüsterne neoliberal nationalistische Bande in Belgrad stürzen.