Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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20.11.2017
In der deutschen Geschichtsschreibung ist der antifaschistische Widerstand in Albanien, weitgehend ein unbekannter dunkler Fleck. Der deutsche Historiker Erwin Lewin, aus Berlin, ist seit Jahren bemüht diese Lücke in der Geschichtsschreibung zu schließen. Herr Lewin hat zu dieser Frage ein ausgezeichnetes Buch unter dem Titel- „Antifaschistischer Widerstand in Albanien (1942–1943/44)- Neue Quellen zu Akteuren und Zielen-“ verfasst. Wir empfehlen all unseren Lesern und Leserinnen das Werk herausgegeben von der „Rosa Luxemburg Stiftung“ zu bestellen.

Wochenkommentar- Der Parteienhader wütet fürchterlich in Kosova. Clans und sogenannte politische Elefanten, versprechen den Bürgern und Bürgerinnen das blaue vom Himmel herunter. Das substanzlose Spiel aus Betrug und Versprechungen ist in vielen Staaten gegeben. Allerdings hat das bürgerliche Parlament in Deutschland oder Frankreich zwar nicht die Macht ( die Macht ist eine Frage der Verfügungsgewalt über Kapital und Geld), aber dennoch einige Kompetenzen.

Die Tageszeitung Koha Ditore berichtet heute in ihrem Leitartikel über die neuesten Ergüsse der sogenannten „Kosovo Troika“. Ein hoher Diplomat erklärte gegenüber der Zeitung: „ Wir benützen zunehmend das Wort Unabhängigkeit nicht mehr“. Dies entspricht komplett der Linie des deutschen EU- Verhandlungsbeauftragten für Kosova, Wolfgang Ischinger. Der Vorschlag der „Troika“ lautet ziemlich klar, Implementierung des Ahtisaari-Planes abzüglich des Wortes Unabhängigkeit. Selbstverständlich war und ist der Ahtisaari-Plan, mit oder ohne die Floskel Unabhängigkeit,

Gjermanisht shqip  Der deutsche Diplomat Ischinger hat während seines Besuches in Belgrad, zu Kosova, eine internationale Konferenz im Sinne von Dayton vorgeschlagen. Diese Positionierung wird in der deutschen Presse nicht nur von konservativen Autoren unterstützt, sondern auch von dem pseudolinken Freund des serbischen Chauvinismus, Jürgen Elsässer. Bekanntlich führte die Konferenz von Dayton im Jahr 1995 zur Teilung Bosniens. Die Beschlüsse von Dayton haben Bosnien entlang ethnischer Linien geteilt und das Land einer autonomen internationalen Verwaltung unterstellt.

Am vergangenen Freitag sprach die albanische „Elefantengruppe“ ( Verhandlungsgruppe) in New York mit Vertretern der serbischen Regierung. Diese sogenannten Verhandlungen sind ein absurder bizarrer Witz. Wie kann ein Gefangener mit dem Gefängniswärter, der ihn in Haft halten will, „verhandeln“ ? Gespräche machen nur dann Sinn, wenn sie von gleichberechtigten und souveränen Subjekten geführt werden.

In der Schweiz ist ein Buch des Historikers und Entwicklungsexperten René Holenstein, unter dem Titel- «Dieses Schicksal unterschreibe ich nicht – Gespräche im Balkan» erschienen. Das Buch bietet in der Tat, viele Argumente um eine vernichtende Bilanz über die Tätigkeit der internationalen Staatengemeinschaft in Bosnien und Kosova zu ziehen.Die Entwicklung in beiden Gebieten zeigt, «dass die Oberaufsicht durch internationale Organisationen keine stabilen und demokratischen Verhältnisse hervorgebracht hat»,

Vor einigen Tagen entschied der Leiter der UNMIK (Mission der Vereinten Nationen in Kosova), Herr Rücker, dass Kosova am 17. November zu wählen hat. Der geschunden Bürger Kosovas erhält diesmal den “Luxus” – falls bis dahin die UNMIK nicht anders gestimmt ist und der Bürger wirklich eine Wahlalternative hat – seine Stimmzettel auf zwei Wahlebenen zu verschütteln. Und zwar für die Kommunal- und Zentralebene,