Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
10:54
25.04.2018

Noch vor einigen Jahren war eines klar, die Serben haben die Albaner vertrieben, verfolgt und getötet. Heute sieht das ganze etwas anders aus, denn heute trägt die serbische Propaganda Früchte. Dazu sind folgende Verdrehungen der Tatsachen seitens der serbischen Regierung festzuhalten: 1. Die Wiege des Serbentums- Kosova war und wird nie „die Wiege des Serbentums“ sein.

 

Am 28. November 1912 wurde die albanische Unabhängigkeit verkündet. Im Jahr 1944 wurde der Hitlerfaschismus in Albanien besiegt. Offiziell wird in Albanien und von den reaktionären Kräften in Kosova nur noch der 28. November als Nationalfeiertag begangen. Der 29. November 1944 dem Tag an dem der letzte faschistische Soldat Albanien verließ verkommt zur Randerscheinung. Nur noch nebenbei wird an diesen ruhmreichen Tag in der albanischen Geschichte erinnert. Dies macht den Charakter der jetzigen albanischen Elite ziemlich deutlich.

Eine Studie des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) zeigt, dass der Ahtisaari-Plan und die „Überwachte Unabhängigkeit Kosovas“ im Interesse Serbiens liegt. Studienautor Vladimir Gligorov erklärte dies, nicht ohne Grund, am Mittwoch bei der Präsentation der Untersuchung in Wien. Denn wie die Studie des Wiener Instituts (WIIW) zeigt würde die •Überwachte Unabhängigkeit – große wirtschaftliche Vorteile für Serbien bringen.

Am Freitag den 9.11.07 schrieb der Journalist Jürgen Elsässer, wieder einen seiner Artikel zu Kosova, in der Tageszeitung Junge Welt. Der Artikel zu den „Statusverhandlungen“ hat den Titel: „Vor dem Knall“. Neuerlich ignoriert Jürgen Elsässer das Recht der Bevölkerung Kosovas, mittels eines Referendums, von ihrem Selbstbestimmungsrecht gebrauch zu machen. Diese Haltung versteht Elsässer selbstverständlich als linke Haltung.

In der deutschen Geschichtsschreibung ist der antifaschistische Widerstand in Albanien, weitgehend ein unbekannter dunkler Fleck. Der deutsche Historiker Erwin Lewin, aus Berlin, ist seit Jahren bemüht diese Lücke in der Geschichtsschreibung zu schließen. Herr Lewin hat zu dieser Frage ein ausgezeichnetes Buch unter dem Titel- „Antifaschistischer Widerstand in Albanien (1942–1943/44)- Neue Quellen zu Akteuren und Zielen-“ verfasst. Wir empfehlen all unseren Lesern und Leserinnen das Werk herausgegeben von der „Rosa Luxemburg Stiftung“ zu bestellen.

Wochenkommentar- Der Parteienhader wütet fürchterlich in Kosova. Clans und sogenannte politische Elefanten, versprechen den Bürgern und Bürgerinnen das blaue vom Himmel herunter. Das substanzlose Spiel aus Betrug und Versprechungen ist in vielen Staaten gegeben. Allerdings hat das bürgerliche Parlament in Deutschland oder Frankreich zwar nicht die Macht ( die Macht ist eine Frage der Verfügungsgewalt über Kapital und Geld), aber dennoch einige Kompetenzen.

Die Tageszeitung Koha Ditore berichtet heute in ihrem Leitartikel über die neuesten Ergüsse der sogenannten „Kosovo Troika“. Ein hoher Diplomat erklärte gegenüber der Zeitung: „ Wir benützen zunehmend das Wort Unabhängigkeit nicht mehr“. Dies entspricht komplett der Linie des deutschen EU- Verhandlungsbeauftragten für Kosova, Wolfgang Ischinger. Der Vorschlag der „Troika“ lautet ziemlich klar, Implementierung des Ahtisaari-Planes abzüglich des Wortes Unabhängigkeit. Selbstverständlich war und ist der Ahtisaari-Plan, mit oder ohne die Floskel Unabhängigkeit,