Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
17:27
22.10.2017
Der deutsche UNMIK Protektoratsleiter Joachim Rücker nahm am 22. Dezember im Berliner „Tagesspiegel“ zum schlechten Image der UNMIK in Kosova Stellung. Bekanntlich wird die UNMIK- Kolonialverwaltung von der Bevölkerung in Kosova- ARMIK ( Feind)- genannt. Dies hat nachhaltige Gründe. Herr Rücker drückt sich auch in dem Interview- wie der typische Kolonialbeamte mit absolutistischer Handlungsvollmacht- aus. Selbstverständlich fehlt es dem Kolonialregenten Rücker nicht an rhetorischer Schönfärberei verbunden mit maßloser Arroganz.

deutsch-albanisch gjermanisht-shqip Die LDK ( Demokratische Liga Kosovas) legte in der Vergangenheit viel Wert auf ihren angeblichen Pazifismus. Ihr 6. Parteitag in Prishtina am Samstag den 9. November legte hingegen offen, dass es sich bei dieser Partei um eine Ansammlung rivalisierender Clans handelt. Der Konflikt zwischen Präsident Fatmir Sejdiu und dem ehemaligen Parlamentspräsidenten Nexhat Daci,

Joachim „Jogi“ Rücker ist der gegenwärtige Protektoratsherr in Kosova. Der deutsche Diplomat gilt als neoliberaler Hardliner, der für alles steht nur nicht für soziale Gerechtigkeit und Selbstbestimmung in Kosova. Herr Rücker wird von vielen in Kosova „ Herr der Finsternis" genannt. Denn auch unter seiner Ägide ist wegen massiven Stromausfällen das Land oftmals ein schwarzes Loch. Die Arbeitslosigkeit ist in Kosova die höchste in Europa und der Lebensstandard wird von der Weltbank mit dem Lebensstandard in Tadschikistan verglichen.

Ein origineller Kommentar in Mekuli Pres- deutsch-albanisch gjermanisht-shqip Der bekannte albanische Journalist Gëzim MEKULI, veröffentlichte einen Kommentar indem er die Verhältnisse in Kosova mit den antidemokratischen Zuständen in Russland unter Präsident Putin vergleicht. Bei vielen Menschen in Kosova ist es üblich die UNMIK als ARMIK ( Feind) zu benennen. In der internationalen Presse wird Kosova häufig UNMIKISTAN genannt. Nun wirft Gëzim MEKULI den Begriff Putinistan in den journalistischen Ring.

Seit vorgestern wütet offener Polizeiterror in Kosova. Aktivisten der LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) werden in ihren Häusern verhaftet, oder unter Hausarrest gestellt. Ganze Familien sind dem Polizeiterror ausgeliefert. Der Kolonialpolizist Naser Sopjani mit der Identifikationsnummer 4815 hat den Angehörigen der LPV Salih Zyba, mit mehreren Gegenständen in einer Polizeistation in Prishtina brutal zusammengeschlagen. Mittlerweilen beschäftigt sich der Menschenrechtsverein KMDLNJ mit dem Fall.

Helle Empörung herrscht in den Schaltzentralen der UNMIK über die Farbbeutel, die gegen ihre Einrichtungen am 28. Mai in Prishtina flogen. Sichtlich irritiert ist man über die Tatsache, dass offensichtlich viele Menschen in Kosova, die UNMIK nur noch ARMIK ( Feind) nennen. Das erstarken der LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) wird fassungslos registriert. Die koloniale UNMIK Struktur im Bund mit privilegierten einheimischen Clans versucht über wüsteste Hetze gegen die LPV aus ihrem Dilemma herauszukommen. Die Farbbeutel und Steine die in Prishtina, Parlament und den Sitz der UNMIK trafen, werden zu „terroristischen Exzessen“ erklärt.

deutsch-albanisch gjermanisht-shqip In der Zeitung „Koha Ditore“ schrieb der Journalist Agron Bajrami am 16. November: „Der Chef der UNMIK Joachim Rücker ist alarmiert und dies hat Gründe.“ In der Tat, nachdem der UNMIK Sonderbeauftragte der Finne Ahtisaari, für Kosova jede Entscheidung über den Status Kosovas auf einen Termin nach den serbischen Parlamentswahlen am 21. Januar 2007 verschob, wachsen die Spannungen und Irritationen in Kosova. Vor einigen Tagen deutete Premierminister Agim Ceku an, dass das Parlament in Prishtina „ die Unabhängigkeit Kosovas verkünden könnte“.