Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
11:54
30.11.2020

Vollbild anzeigenPresseschau- „ Das Kinderhilfswerk UNICEF hat geschaut, wie es Kindern wie Raya im Kosovo geht. Es sagt: Fast die Hälfte aller Jungen und Mädchen leidet an Depressionen, das bedeutet, dass sie sehr, sehr traurig und mutlos sind. Viele haben Angst und keine Hoffnung, dass sich ihre Lage verbessert. Jedes zweite Kind beschrieb seine Rückkehr als das  schlimmste Erlebnis seines Lebens Denn die Kinder kommen an einen Ort, den sie nicht kennen. Viele der Kinder sind

in  Deutschland geboren. Auch aus Österreich mussten Familien in den Kosovo zurückkehren.

UNICEF fordert, dass es verboten werden soll, Kinder in den Kosovo abzuschieben. Denn dieses Land ist ihnen fremd. Jeder Fall soll geprüft werden, damit Kinder nicht leiden müssen. In den meisten Fällen muss auf die Rückkehr verzichtet werden, weil es den Kindern schadet, so das Kinderhilfswerk.

Quelle http://www.derwesten.de/agenturmeldungen/unicef-kinder-nicht-in-den-kosovo-zurueckschicken-id6505195.html

 

 

Spiegel Online schreibt:

"Wir wurden zur Rückkehr gezwungen", erzählt ein Mädchen. "Sie kamen nachts um 1 oder 2 Uhr und klopften an die Tür. Das war die ständige Angst, die ich immer im Schlaf hatte! Ich wusste nicht, wo ich hingehen werde. Ich kannte den Ort, an dem ich ankommen würde, nicht. Ich hatte das Wort 'Kosovo' schon gehört, wusste aber nicht, was für ein Ort das war."

Schon vor der Abschiebung waren viele dieser Heranwachsenden und ebenso deren Eltern bereits schweren Belastungen ausgesetzt - während des Krieges auf dem Balkan, durch ihr zeitweises Leben in der Illegalität und durch langjährige Diskriminierung. Nach ihrer Rückkehr in den Kosovo fehle es ihnen an sozialer Unterstützung.

Insbesondere die zwangsweise rückgeführten Kinder und Jugendlichen brauchen laut Unicef dringend psychiatrische und kinderpsychologische Hilfe. Diese steht im Kosovo nicht zur Verfügung.“