Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
11:40
30.11.2020

Vollbild anzeigenMit einem fast schon dramatischen Appell wandte sich gestern die „Bewegung für Selbstbestimmung“ ( LPV) auf einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit Kosovos. Der Vertreter der LPV, Glauk Konjufca, kündigte an, ab kommenden Dienstag massive Proteste in Kosova gegen den Verkauf der PTK, KEK, und von Trepca durchzuführen. Glauk Konjufca, meinte das Ergebnis der Proteste müssten „ der Sturz der Regierung und Neuwahlen sein“. In der Tat in Kosova verfügt

Foto  Glauk Konjufca

der Energiegigant KEK, über die meisten Braunkohlevorkommen auf dem gesamten Balkan. Die Post und Telekommunikation ( PTK) ist das rentabelste Unternehmen Kosovas. Die PTK hat Rücklagen von 400 Millionen Euro und sponsert jährlich den kosovarischen Staatshaushalt. Jetzt soll die PTK für maximal 350 Millionen Euro verschenkt werden. All dies um die Firmen Bechtel & Enka, mit der ersten Tranche  für den Autobahnbau durch Kosova zu bezahlen. Insgesamt kostet die  Autobahn mehr als eine Milliarde Euro. Der Privatisierungsprozess verhökert den Reichtum Kosovas. Die Investoren erhalten günstigen Zugang zu Rohstoffquellen. Die Privatisierungsagentur AKP bietet auf ihrer Homepage  günstige Steuern und billige Arbeitskräfte an. Ergo Rohstoffe werden mittels der Autobahn außer Landes gebracht und woanders verarbeitet. Kosova wird mit dem Privatisierungsprozess jegliche Möglichkeit zur eigenen Wirtschaftsentwicklung genommen. Das Land wird als koloniales Ausbeutungsprodukt behandelt. Dagegen müssen die Massen Widerstand leisten.


Aufruf zum Widerstand


Konjufca hat angekündigt, dass „die LPV jede Woche in den Dörfern des Kosovo, die Bürger informiere, welche politischen Kurs Kosova nimmt“. Es ging ihm darum alle zum Widerstand aufzumuntern. Zudem ist für Konjufca sinngemäß, „die Regierung nicht nur eine unsoziale Einrichtung, sondern auch eine Regierung des nationalen Verrats.“ Gegenwärtig versucht die EU die kosovarische Regierung für  den Verzicht auf den Staatsnamen „ Republik Kosova“ zu gewinnen. Serbien passt dieser Name nicht und die Regierung Thaci ist bereit im Verkehr mit Serbien und bei internationalen Foren den Staatsnamen preiszugeben.