Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
23:42
14.11.2018

Heute gab es eine Pressekonferenz mit Albin Kurti aus Kosovo, in Tirana der Hauptstadt Albaniens. Kurti begründete auf der Konferenz, die Absicht der LPV „ Bewegung für Selbstbestimmung“, am 14 Januar zwei wichtige Grenzübergänge zwischen Serbien und Kosova zu blockieren. Albin Kurti erklärte u.a.:, Auch heute schädigt uns der serbische Staat massiv.“ Gemeint dürfte sein, dass Serbien ohne Zoll zu zahlen, massiv Waren nach Kosova exportiert.

In der Tat, pro Jahr sponsert der serbische Staat, Warenexporte nach Kosova in der Höhe von 500 Millionen Euro. Die Folge ist, dass zum Beispiel die kosovarisch Landwirtschaft nicht auf die Beine kommt. Kurti sagte dazu in Tirana: „Einst wurden in Kosova 120.000 Häuser verbrannt. Der Rinder-bestand in Kosova betrug noch dem Krieg im Jahr 1999 nur noch 16% des Rinderbestandes wie vor dem Krieg. Mehr als die Hälfte der Traktoren wurden zerstört. Serbien versuchte einst durch den Krieg unsere produktive Kapazität zu zerstören.“ Nach Kurti wird an diesem Plan festgehalten und Kosova durch den „unkontrollierten Export ruiniert“. In der Tat, die Aktion der LPV ist ein Akt der Selbstverteidigung gegen den serbischen Staat. Heute erklärte die Bauerngewerkschaft, dass SIE die Aktion unterstützen wird. In keiner Publikation nimmt die LPV gegen die einfachen Menschen in Serbien, oder gegen die serbischen Menschen Stellung.

Thaci droht

Ministerpräsident Hashim Thaci drohte mit offener Gewalt bezüglich der Aktion der LPV. Er sprach von dem Versuch, der LPV, die „ Regierungsgewalt zu übernehmen“. Dies wird er nicht ohne Rückendeckung durch den US Botschafter Dell tun. Für die EULEX und die KFOR hat eine selbständige Entwicklung Kosovas keinerlei Bedeutung. Kosova hat eine günstige Rohstoffquelle zu sein , sowie ein Transitland. Die Absichten der LPV laufen auf einen wirtschaftlichen Plan hinaus, der den Menschen in Kosova und Albanien nützt.

Was fehlt

Die Erklärung der LPV hat nur einen demokratisch, nationalen Charakter. Normalerweise müsste man sich an die serbische Arbeiterklasse wenden, um die gemeinsamen Interessen gegen den Privatisierungsprozess in Kosova und Serbien zu betonen.  Weder in Serbien noch in Kosova werden im Rahmen dieses Prozesses soziale Rechte berücksichtigt. Ein Aufruf zur internationalen Einheit der Arbeiterklasse wäre besser gewesen. Dennoch hat jeder Sozialist das Selbstbestimmungsrecht Kosovas zu berücksichtigen. Die Aktion der LPV ist absolut gerechtfertigt. Die Aktionen des serbischen Staates müssen auch gegen die Wünsche der EULEX zurückgeschlagen werden.