Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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17.10.2019

In internationalen Zeitungen, sowie von verschiedenen Organisationen wird zurecht die massive Ausbeutung und die Sklavenarbeit in Katar attackiert. Allerdings findet sich so gut wie kein Artikel und keinerlei internationaler Protest, gegen gegen die extremen Ausbeutungsmechanismen in Kosova in den internationalen Medien, oder gar auf der Agenda internationaler Gewerkschaftsorganisationen. Dies obwohl die Realität im Kosova von extremer Ausbeutung,

Rechtlosigkeit der Arbeiter gekennzeichnet ist. Vor einigen Tagen wurde eine traurige Statistik in Kosova in der Zeitung „Dialog-Plus“ publiziert. Diese dunkle Statistik belegt, dass allein innerhalb von vier Jahren in Kosovo 50 Arbeiter am Arbeitsplatz ihr Leben verloren haben. Die Arbeitskraft im Kosova verfügt vor allem in dem privatisierten Betrieben über keinerlei Rechte. Arbeiter müssen zeitlich unbegrenzt -oft ohne jeglichen Sicherheitsstandard- arbeiten und verdienen maximal in diesem Sektor zwischen 250 und 300 € im Monat. Dazu sollte man in Rechnung stellen, dass in Kosova die Lebenshaltungskosten mit der Ausnahme von Zigaretten und Kaffee, mit den Lebenshaltungskosten in Deutschland vergleichbar sind. Nach der Untersuchung kamen im Jahr 2015 neun Arbeiter am Arbeitsplatz ums Leben und 45 Arbeiter wurden schwer verletzt. Gegenüber dem Radiosender „Freies Europa“ gab ein kosovarischer Gewerkschaftsvertreter folgendes zu Protokoll:“ In Kosova arbeiten rund 220.000 Menschen in den privatisierten Sektoren der Ökonomie. Dort verfügen sie über keinerlei Rechte, die Sicherheitsstandards sind unter aller Kanone, die Arbeiter werden behandelt wie Sklaven.“ Nach den Ausführungen des Gewerkschaftskollegen missachten die privaten kapitalistischen Ausbeuter sämtliche Vereinbarungen mit den Gewerkschaften, sowie alle gesetzlichen Vorschriften. Die so genannte Arbeitsinspektoren der Regierung -des Landes- sehen über die Verletzung der gesetzlichen Bestimmungen in aller Regel gegen Bakschisch hinweg. In dem Radiointerview verglich der Gewerkschaftsvertreter die Arbeitsbedingungen in Kosova im privatisierten Sektor mit den Arbeitsbedingungen in Katar. Umso unverständlicher ist es, dass der offizielle Gewerkschaftsverband Kosovas BSPK neuerlich zum 1. Mai auf jegliche Demonstration in Prishtina verzichtet und stattdessen zu einer Grillparty im Park Germia einlädt.

 

Quelle

http://dialogplus.ch/statistika-e-frikshme-e-kosoves-brenda-4-viteve-mbi-50-punetore-kane-vdekur-ne-vendin-e-punes-111218