Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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17.10.2019
Falls  Kosova die Unabhängigkeit ausrufen sollte, müsse Serbien seine südliche Provinz notfalls auch militärisch verteidigen, sagte der Chef der Serbischen Radikalen Partei (SRS), Tomislav Nikolic, dem serbischen Staatsfernsehen. Die Kriegsdrohung des Chefs der faschistischen SRS löste in Kosova heftige Reaktionen aus. Die SRS ist nicht irgendeine Partei, sondern mit knapp 40% der Stimmen in Serbien der stärkste politische Faktor, die  zwar von einer zusammengewürfelten Regierungskoalition in Opposition gehalten wird, aber die Regierung ist schwach.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde von der Generalversammlung der Vereinte Nationen am 10. Dezember 1948 genehmigt und verkündet. Wesentlichen Anteil an der Abfassung hatten der libanesische Politiker und Philosoph Charles Malik sowie Eleanor Roosevelt, die Witwe des vormaligen US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt. Obwohl sie als Erklärung keinen völkerrechtlich verbindlichen Charakter besitzt, wird sie im Allgemeinen als Bestandteil des Rechts der Vereinten Nationen und als Völkergewohnheitsrecht angesehen.

Gegenwärtig ist ein blutiger Krieg der israelischen Staats- und Militärführung gegen die Menschen im Libanon zu beobachten. Die grausamen Bilder bewegen auch die Menschen in Kosova. Den unverantwortlichen Eskalationskurs der israelischen Führung benutzen in Kosova bestimmte Gruppen, um antisemitische Ressentiments zu schüren. In Wahrheit gibt es auch in Israel immer mehr Menschen, die  der rechten israelischen Führung entgegentreten. Sie treten für Demokratie und Völkerverständigung ein. Wir veröffentlichen anbei eine Erklärung des „ Komitees für eine Arbeiterinternationale“ CWI, die eine Sektion in Israel unterhält. Diese Deklaration benennt im wesentlichen die Ursachen des Konfliktes.

Die Unabhängigkeit wird nicht durch „Verhandlungen“ erreicht
Wer glaubt bei den „Verhandlungen“ in Wien, könnte die Unabhängigkeit Kosovas herauskommen, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann und den Osterhasen. Ziel der Gespräche über Kosova ist, dass  ein tragfähiger Kompromiß zwischen den großen imperialen Staaten gefunden wird. Der Österreicher Albert Rohan spricht ständig davon, aus Kosova ein „EU-Protektorat“zu machen. Er hat die USA  im Verdacht, die Unabhängigkeit Kosovas zu befürworten.  Der Prinz aus Österreich, Herr Albert Rohan, betont seit Wochen unmißverständlich, in Europa keinen „51 Bundesstaat der USA“ zu tolerieren. Dahinter steckt die zunehmende zwischenimperiale Konkurrenz zwischen der EU und den USA.

Am 28. Juni 2006 pünktlich zur „Schlacht auf dem Amselfeld“ 1389“ bereiste der serbische Ministerpräsident Kostunica, mit Genehmigung der UNMIK Kosova. Dabei kam es zu Übergriffen der Kolonialpolizei am Grenzübergang Merdar, gegen Aktivisten der LPV (Bewegung für Selbstbestimmung) und gegen Anhänger der LPK (Volksbewegung Kosovas). Der ehemalige Studentenführer und bekannteste Aktivist der LPV Albin Kurti schrieb dazu einen Artikel indem er die Lage nach der Provokation von Kostunica einschätzt. Im Folgenden wird der Artikel auszugsweise in Deutsch übersetzt, der komplette Artikel in Albanisch ist beigefügt.

Die wirtschaftliche Lage in Kosova ist durch Massenarbeitslosigkeit Armut und Korruption gekennzeichnet. Das ökonomische Desaster hat mit der Kolonialherrschaft der UNMIK, aber auch mit der bürgerlichen Orientierung vieler örtlicher politischer Kräfte zu tun. Als Grundwiderspruch steht der natürliche Reichtum Kosovas - Bodenschätze wie Kohle, Nickel, Kupfer, Blei und Gold- dem sozialem Elend gegenüber. Der Widerspruch drückt sich in der Tatsache aus, dass den Arbeitern und Arbeiterinnen nicht erlaubt wird, selbsttätig die Produktion in Gang zu setzen.

Die soziale Lage der Menschen in Kosova ist katastrophal. Dennoch werden zuhauf Menschen aus Europa in das von der Protektoratsmacht UNMIK beherrschte Land abgeschoben. Ein Artikel aus „Tirol Online“ macht schlagend klar unter welchen Bedingungen die Menschen leben müssen. Es fehlt an politischer und sozialer Selbstbestimmung.