Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
14:42
15.09.2019

Vollbild anzeigen Die Firmen Bechtel& ENKA bauen durch Kosovo, die Autobahn Morin – Merdar. Die Firmen sind in Kosova extrem umstritten. Der Preis für die Autobahn ist von 650 Millionen Euro auf weit über 1 Milliarde Euro gestiegen. Der Kontrakt zwischen dem Konsortium Bechtel &Enka und der Regierung Kosovas erklärt zu einem wesentlichen Teil das enorme Haushaltsdefizit. Auf der anderen Seite beutet Bechtel-Enka die Arbeiter enorm aus. Der Fraktionsvorsitzende der „ ------ Bild Max Brym------- 

 Bewegung für Selbstbestimmung“ ( LPV) Visar Yimeri erklärte dazu am 25. März in einer Parlamentsrede: „ Ein Arbeiter bei Bechtel- Enka, bekommt nur 70 Cent pro Stunde bezahlt. Wenn er den ganzen Monat ohne Pause arbeitet bekommt er 210 Euro brutto. Nach Rentenbeiträgen und nach Steuern, wenn es denn die Firma Bechtel überhaupt abführt bleiben diesem Arbeiter 194 €, um seine Familie zu ernähren.“ Jetzt entlässt Bechtel & ENKA zirka 2000 Arbeiter. Gegenüber der Zeitung „ Koha Ditore“ sagte ein Firmensprecher: "Wir werden die Arbeitsplätze nach der Fertigstellung der ersten 38 Kilometer minimieren, die Arbeitsplätze sind Saisonarbeitsplätze.“ Ergo es handelt sich bei den Arbeitsplätzen um zeitlich befristete Tätigkeiten. „Die Tendenz ist, dass während der warmen Zeit die Arbeit durchgeführt wird im Winter wird die Arbeit minimiert ", sagte die Sprecherin von Bechtel &Enka, Ela Ruchi. Diese Mitteilung überraschte die Öffentlichkeit in Kosova und die betroffenen Arbeiter. Allgemein gehen bestimmte Quellen davon aus, dass 2000 Arbeiter entlassen werden. Es gibt bei Bechtel ENKA überhaupt keine Arbeitsverträge und keinerlei Kündigungsschutz. Die entlassenen Arbeiter bekommen keinerlei Arbeitslosengeld, da es in Kosova keine Arbeitslosenversicherung gibt.

 

Fazit

 

Die Regierung Kosovas schloss mit der Firma Bechtel ENKA einen Vertrag ohne die Rechte der Arbeiter und Arbeiterinnen zu berücksichtigen. Zudem log die Regierung die Bevölkerung, bezogen auf die Baukosten der Autobahn, schamlos an. Als Konsequenz bleibt nur der Sturz der Regierung und die sofortige Kündigung des Vertrages mit Bechtel &ENKA. Zudem sollte Bechtel &ENKA auf Schadensersatz verpflichtet werden.