Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
19:48
26.11.2022

Luks në varfëriEtwa 45 Prozent der Bevölkerung in Kosovo sind arm , weitere 18 Prozent befinden sich an der Armutsgrenze. Diese Zahlen veröffentlichte laut der Zeitung „Express“, das Statistikbüro ESK. Die Zahl der Armen ist in den letzten Jahren gestiegen. Gleichzeitig wird in dem Bericht beschrieben, dass die Ausgaben der Familien in Kosova für Alkohol und Zigaretten angestiegen sind. Vergessen haben diese Leute, die extreme Zunahme des Drogenkonsums in Kosova. Aus Kosova werden nicht nur bestimmte Drogen illegal

Luks në varfëri

  exportiert ,sondern Kosova ist zu einem wichtigen Absatzmarkt der Drogenhändler geworden. Armut und Perspektivlosigkeit verleiten mittlerweile Teile der Jugend, ihr Heil im Drogenkonsum zu suchen. Die Zeitung „Express“ meint; dass es leicht sei viele Menschen an der Armutsgrenze, durch neue Arbeitsplätze aus der Armut herauszuholen. Letzteres ist aber einfacher gesagt als getan. Der Privatisierungsprozess hat nach Angaben der Gewerkschaft BSPK rund 70.000 Arbeitsplätze gekostet. Dieser Prozess soll in einem noch schnellerem Tempo vorangetrieben werden. Aber auch beschäftigte Menschen in Kosova sind arm trotz Arbeit. Die ehemalige Regierung Thaci, lässt bekanntlich durch Kosova eine riesige Autobahn durch die Firmen Bechtel und Anka bauen. Das Projekt sollte einst 760 Millionen Euro kosten, jetzt bewegt sich der Preis bei mehr als 1 Milliarde €. Das Konsortium Bechtel und Anka bezahlt einem Arbeiter 8 Euro für einen zehnstündigen Arbeitstag. Express schreibt weiter, dass „die Überweisungen aus der Diaspora sehr wichtig für das Überleben vieler Familien sind“. Aber diese Überweisungen gehen seit drei Jahren stark zurück. Die Arbeitsemigranten verdienen in den Metropolen aufgrund der kapitalistischen Krise immer weniger. Ergo ohne radikalen Wandel in der gesellschaftlichen Ordnung, hat Kosova keinerlei Perspektive. Ohne Wandel wird sich weiter eine Clique von Politikern hemmungslos bereichern und internationale kapitalistische Großunternehmen werden Kosovas Reichtum für ihre eigenen Profitinteressen zu nutzen wissen. Notwendig ist, um die Armut in Kosova zu beheben, ein grundsätzlicher Bruch mit dem Neoliberalismus..


Erläuterung: In Kosova leben 36 % der Bevölkerung in Armut mit weniger als 2 Euro pro Tag. Weitere 16% leben in extremer Armut mit weniger als 1 Euro pro Tag. In Wahrheit sind 60% der Menschen ohne Arbeit und jedes Jahr kommen 30.000 Jugendliche neu auf den Arbeitsmarkt.


Quelle http://www.gazetaexpress.com/