Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
17:05
15.09.2019
Mehr als 340- Tausend Arbeitslose waren bei den Arbeitsämtern im gesamten Kosovo im Januar 2010 registriert. Darunter befanden sich 160.867 Frauen, zusätzlich kommen mehr als 30 Tausend Arbeitssuchende jedes Jahr auf den Arbeitsmarkt. Eine große Zahl junger Menschen, findet nach Abschluss des Studiums, keinen Arbeitsplatz. Dies

 erklärten „Regierungsvertreter am 14 Januar 2010. Die Zahl der nicht übernommenen Ausgebildeten ist ebenfalls sehr hoch.

Die Arbeitslosigkeit hat dauerhaften Charakter


Die Arbeitslosigkeit in Kosova hat langfristigen Charakter, wer einmal bei den Arbeitsämtern registriert wurde wartet länger als ein Jahr auf eine neue Stelle. Wer dann eine Stelle bekommt muss meist Lohnverzicht in Kauf nehmen. Die neue Stelle entspricht nicht der erworbenen Qualifikation. Letzteres ist allerdings nur Statistik ,die Hafiz Leka, Vorsitzender der Abteilung für „Arbeit und Beschäftigung im Ministerium für Arbeit und Soziales“ vorstellte. Churchill sagte einst.: „Ich glaube nur an die Statistik die ich selbst gefälscht habe“. In der Tat, in Kosova ist jahrelange Arbeitslosigkeit besonders für Angehörige des gehobenen Lebensmittelalters, die Regel. Jüngere verdingen sich oft als Tagelöhner im privaten Baugewerbe, als Straßenverkäufer, oder im besseren Fall als „Dolmetscher“. Viele Menschen in Kosova haben sich nicht bei den Arbeitsämtern gemeldet, oder sie melden sich nicht, weil es eh keine Arbeitsangebote und kein Arbeitslosengeld gibt. Dennoch verkündete Hafiz Leka für 2010 neue „Anstrengungen um die Arbeitslosigkeit zu senken“. Er sprach von „öffentlichen Bauvorhaben“ und von „lokalen Projekten“. Der „Aktionsplan für das Jahr 2010 ist noch in der Entwicklung“ sagte Leka. Statt konkreter Antworten gibt es nur allgemeine Erklärungen wie jedes Jahr. Allerdings ist das Projekt Straßenbau ein konkretes Projekt des IWF. Kosova ist der Status eines potentiellen günstigen Rohstofflieferanten, in der kapitalistischen Weltordnung zugedacht. Dazu gehören Straßen, um die Rohstoffe transportieren zu können. Zudem soll Kosova über die Privatisierung der KEK zum privaten Energielieferanten in der Region werden. Dies heißt keinerlei Entwicklung von verarbeitenden Kapazitäten in Kosova. Die Ökonomie soll -einseitig und abhängig- für die Bedürfnisse der Kapitalverwertung bereitgestellt werden. Dafür wird es weiteren Asphalt - Irrsinn in Kosova geben. Allerdings steht die Entwicklung von guten Straßen in die Dörfer und Berge nicht auf der Agenda.

In Prishtina gibt es über 63 Tausend Arbeitssuchende


Zylkifli Obërtinca, Direktor des „Regionalen Arbeitsvermittlungszentren Center, Prishtina,“ verkündete : "Im Regional Beschäftigungs-Center in Prishtina sind am Ende des Jahres 2009 63.498 tausend Arbeitslose gemeldet, darunter 30.635 Frauen. Die Zahl der Arbeitslosen ist offiziell um 1,3% im Vergleich zu 2008 zurückgegangen. Das sind 815 Arbeitssuchende weniger.“ Dies gilt vielleicht für Prishtina als Spezialfall. Prishtinas Ökonomie gliedert sich um die internationalen Büros herum.. Die Internationalen brauchen Klamotten, Schnaps Weiber und Dolmetscher. Aus diesem Grund werden in Prishtina viele erweiterte Sprachschulen für Deutsch und Englisch betrieben. Der leichte Rückgang der erschreckend hohen Arbeitslosigkeit in Prishtina ist allerdings auch nur ein statistischer Trick, wie oben dargelegt.Bestenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein.