Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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27.06.2019

Vollbild anzeigenZum Weltkindertag den 1 Juni veranstaltete die „ Bewegung für Selbstbestimmung „ ( VETËVENDOSJE!) eine Pressekonferenz in Prishtina. Auf der Konferenz wurde eine vernichtende Bilanz bezüglich Kinderarbeit, Gewalt und sexuelle Ausbeutung gezogen. Die Formen der Diskriminierung von Kindern , Ausbeutung und Missbrauch von Kindern verbunden mit körperlicher Gewalt steigen in Kosova extrem an. Ansteigend ist auch kinderfeindliche

Sklavenarbeit und sexuelle Ausbeutung. Verantwortlich dafür ist nach VETËVENDOSJE! ,die Regierungspolitik, die extrem hohe Arbeitslosigkeit -grundsätzlich die Politik des Neoliberalismus-. Trotz des gesetzlichen Verbotes ist Kinderarbeit Normalität in Kosova. Die Kinder verkaufen Zigaretten, sammeln Müll, transportieren Gewichte und zum Teil giftige toxische Gegenstände Dadurch werden Kinder nicht nur ausgebeutet, sie erleiden schwere geistige und seelische Schäden in ihrer Entwicklung. Der Analphabetismus steigt an. Die Kinder arbeiten meist während der Schulzeit. Die Familien sind oft existenziell abhängig von der Arbeit der Kinder. Kosova kennt kein Arbeitslosengeld und keine gesetzliche Krankenversicherung. Eine Familie in Kosova besteht statistisch aus 5,8 Mitgliedern. Wenn im glücklichen Fall ein Elternteil 320 Euro im Monat verdient bleiben für ein Kind, 1,83 Cent pro Tag. Zudem sagt die Realität, dass für ein Baby mindestens 5 Euro pro Tag aufgebracht werden müssen. Über 70.000 Kinder leben in Kosova jedoch mit 90 Cent pro Tag, und in vielen Fällen sogar von weniger. All diese Fakten sind der Regierung und den EU Kolonialisten bekannt. Am Weltkindertag wird ein verbaler Zirkus über die „ Rechte der Kinder“ veranstaltet. Getan hingegen wird nichts. Diese Regierung investiert immer weniger Geld in die Bildung, Sozialprogramme fehlen völlig, auf der Agenda steht nur die weitere Privatisierung der Reichtümer Kosovas.