Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
09:22
26.03.2017

Vor einigen Tagen berichteten wir über die bittere Armut des ehemaligen UCK Kämpfers Kujtim Dervishaj. Er hat in seinem Haus kein Wasser und keinen Strom. Oftmals weiss er nicht wovon er seine Familie ernähren soll. Dazu erklärte Kujtim Dervishaj: „ Dafür habe ich nicht gekämpft- vielleicht

kauf ich mir eine Kugel für 25 Cent“. So wie Dervishaj geht es vielen in Kosova. Knapp 10% der Bevölkerung gelten als unterernährt. Frau Arbana Xharra schrieb dazu gestern in der Zeitung Zeri : „Sechs Jahre nach der Unabhängigkeit gibt es ungezählte Skandale. Viele Minister und Politiker entpuppen sich als gewöhnliche Kriminelle. Wer diese Leute kritisiert dem wird gesagt er sei "anti- amerikanisch". Ja die Herren OBEN sind " pro-amerikanisch " und " pro-westliche. In Wirklichkeit existiert in Kosova eine Scheindemokratie. Alle Werte der Demokratie werden negiert. Heute in Kosova , sechs Jahre nach der Unabhängigkeit ist die Kriminalität ist die Korruption allgegenwärtig. Diese Leute sprechen aber permanent über die Demokratie.“ Verfolgt werden diese Herrschaften nur selten von der internationalen EULEX Gerichtsbarkeit. Im Land herrscht tiefste Not und soziales Elend. Wenige hingegen sind mittels Korruption und Privatisierungsprozess sehr reich geworden. Dadurch entsteht eine Lücke. In diese Lücke stoßen zunehmend islamisch-fundamentalistischen Gruppen. Ein armes Land, mit schlechtem Bildungssystem und viel Unwissenheit schafft ein perfektes Ambiente für fundamentalistische Hassprediger. Es werden Beleidigungen, Hass und Drohungen aus dieser Ecke verkündet. Diese Prediger haben allerdings nichts gegen den grausamen Privatisierungsprozess. Dieser Prozess kostete 76.000 Arbeitsplätze. Die Unzufriedenheit in Kosova muss sich perspektivisch nach links oder nach rechts wenden. Die Parteien der ‚rechten Mitte‘“ PDK, LDK, AAK, AKR, verlieren immer mehr an Masseneinfluss.



Bild aus Kosova









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