Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
11:50
18.12.2018

Gestern, auf der Straße “Muharrem Fejza”, in Prishtina im Gebiet „Lagjen Mati 1“wurde ein Arbeiter der Firma „Pastrimi“, von mehreren Personen geschlagen und verletzt. Er verlangte nur freie Durchfahrt, um Müll zu entsorgen. Die Müllentsorgung ist in Prishtina immer noch ein ziemliches Problem Die herumstehenden Passanten kamen dem Arbeiter nicht zu Hilfe. Offensichtlich ist

dies ein Ausdruck zunehmender Verrohung. Letzteres ist keine individuell entstandene Charaktereigenschaft, sondern Ausdruck der zutiefst verankerten kapitalistischen Strukturen. Ein Arbeiter wird extrem ausgebeutet, erniedrigt und kann im daraufhin folgendem Bewusstsein geschlagen werden. Der Abgeordnete von VV (Bewegung für Selbstbestimmung) VV Sami Kurteshi schreibt dazu u.a. auf Facebook: „ Ein wehrloser Arbeiter wird geschlagen und niemand reagiert. Dies ist als ob ein Chirurg die nötige Operation ablehnt. Oder ein Lehrer einem am Boden liegenden Schüler nicht zur Hilfe kommt. Aber ist Gewalt schlimmer als Elend? Im vergangenen Jahr starben 13 Arbeiter am Arbeitsplatz. Es gab über 50 schwere Verletzungen am Arbeitsplatz. Die Vorschriften zur Arbeitssicherheit werden ignoriert. Dies gilt besonders im privatisierten Sektor. Die Arbeiter werden als Mittel behandelt um maximale Profite zu erzielen. Die Arbeiter sind für die privaten Investoren keine Menschen. Das Arbeitsgesetz gilt nicht. Es fehlen Tarifverträge, ergo grundlegende Menschenrechte. Rund 61,3% der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren arbeiten ohne Arbeitsvertrag. Dafür ist in unserem geliebten Kosova, die Zahl der Minister und stellvertretenden Minister fast dreimal so hoch ist wie die Zahl der Arbeitsaufsichtsbeamten. Die Vorgänge sind nicht überraschend.

 

Die Lëvizja VETËVENDOSJE! VV sollte keine Mühen scheuen, um die Zahl der Arbeitsaufsichtsbeamten zu erhöhen; wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um sicherzustellen, dass alle Arbeitnehmer regelmäßig langfristige Verträge haben. Es geht um Unterstützung, Motivation, sowie um die Durchsetzung des Rechtes echte Gewerkschaften zu gründen.- Gewährleistung von Löhnen und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen durch Tarifverhandlungen- es müssen Beiträge gezahlt werden, für eine einzuführende Krankenversicherung. Die Arbeiter benötigen elementare Rechte. Nur dann wird der angegriffene Arbeiter nicht allein in dem verzweifelten Elend bleiben. Wir kämpfen gegen das System welches von den momentan Herrschenden geschaffen wurde. Nur die gesetzliche Garantien und soziale Solidarität unter den Arbeitern wird die Täter vor eine entkriminalisierte Rechtsprechung bringen.“

 

Übersetzung Max Brym

Foto Sami Kurteshi 

Bildergebnis für sami kurteshi

 

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Der knapp gescheiterte Bürgermeisterkandidat der AAK in Istog Gani Dreshaj, (Parlamentsabgeordneter in Kosova), will Geld von Kosova Aktuell. Der Unterschied ist- Herr Dreshaj hat Geld- Kosova Aktuell nicht. Wir sind demzufolge auf die Solidarität unserer Leser und Leserinnen angewiesen. Solidarisiert euch mit Kosova- Aktuell. Wir brauchen Spenden von euch. Uns steht 

ein teurer Prozess in Hamburg gegen die Staranwälte von Herrn Dreshaj bevor. Jede auch noch so kleine Spende hilft. Im Januar planen wir den Aufenthalt von mehreren Redakteuren in Kosova. Dabei soll vor Ort recherchiert werden, mit welch abstrusen faschistoiden Vorwürfen Menschen in Kosova, aus politischen Gründen hinter Gittern verschwinden. Besonders im Fokus steht dabei die Urteile gegen Frasher Krasniqi,Atdhe Arifit, Adea Batushës und Egzon Halitit. Die vier Aktivisten von VV wurden ohne jegliche Beweise zu insgesamt 21 Jahren Haft verurteilt. Ohne jegliche juristische Grundlage ist seit Oktober 2017 der Sozialdemokrat Dr. Sadri Ramabaja inhaftiert. Im November 2016 verstarb der Aktivist von VV Astrit Dehari im Gefängnis in Prizren. Alle unabhängigen Experten widersprechen der These vom Selbstmord. Der Richter im Prozess gegen Albin Kurti und Donika Kadja Bujupi, Beqir Kalludrën ist Teil des faschistoiden Pronto Clans. In einem Facebook Posting (mittlerweile wieder gelöscht) bezog sich Richter  Beqir Kalludrën positiv auf den größten Verbrecher in der Menschheitsgeschichte, Adolf Hitler. Ein wesentliches Problem ist, dass bis dato Organisationen wie Amnesty International, diese Tatsachen ignorieren. Wir wollen das SCHWEIGEN aufbrechen und in Prishtina eine internationale Pressekonferenz abhalten. All das kostet Geld. Geld welches wir nicht haben. Alle Redakteure von Kosova-Aktuell arbeiten ehrenamtlich. Außerdem benötigt Kosova-Aktuell ein neues Design.

 

Vielen Dank für eure Spenden im Voraus

 

Max Brym Chefredakteur von Kosova-Aktuell

 

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