Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
19:11
17.08.2018

 Der Vorsitzende der Union der „Unabhängigen Gewerkschaften des Kosovas“ (BSPK), Avni Ajdini, gab der kosovarischen Zeitung „Telegrafi“ ein längeres Interview. Es wurde über die Lage der Arbeiterklasse gesprochen. Avni Ajdini sprach von der Möglichkeit, dass die Proteste der Arbeiter -„ ihre Unzufriedenheit zur Explosion führen könnten“-. Der Vorsitzende des BSPK griff scharf den

Privatisierungsprozess in Kosova und die generelle Rechtlosigkeit der Arbeiter an. Er sagte,“ wenn die kosovarische Regierung keine Schritte unternimmt, um die Bedingungen für die Arbeiter zu verbessern, könnten wir massive Streiks und allgemeine Proteste organisieren. "Der Status der Arbeiter im Kosova ist nicht befriedigend.“ Scharf ging Ajdini mit den Regierungsparteien ins Gericht. Er warf den Regierungsparteien vor sich nicht für die Arbeiter zu interessieren. Ajdini sagte: „Die Regierung, sowie im Parlament werden keine Programme diskutiert, die die Situation der Arbeiter verbessern würden. Die Arbeiter werden von der Regierung diskriminiert“. Besonders extrem werden die Arbeiter im privatisierten Sektor ausgebeutet. Dazu meinte Aydini: „In der Privatwirtschaft arbeiten Arbeiter wie in der -Zeit der Sklaverei -. Sie arbeiten 12 Stunden, werden aber nur für 8 Stunden bezahlt.“ Der Vorsitzende des BSPK kritisierte generell die Arbeitsbedingungen in diesem Bereich sehr scharf. Arbeiter haben keinen Kündigungsschutz, keine Krankenversicherung und oftmals wird der Mindestlohn nicht einmal bezahlt. Gegenwärtig liegt der Mindestlohn bei 130 € für unter 35 jährige und bei 170 € für Arbeiter über 35 Jahre. Eine Erhöhung des Mindestlohns lehnte die Regierung kürzlich ab.

Laut Ajdini ist in Kosova die Trennung zwischen arm und reich besonders ausgeprägt. Die Entlassungen welche der Privatisierungsprozess mit sich brachte „ betrügt die Arbeiter zusätzlich, um ihre gesetzlichen Anteile von 20% an den Betrieben. Abfindungen werden nicht bezahlt. Nach Ajdini setzt die Regierung auf den „Tod der entlassenen Arbeiter, wobei sich die Regierung ständig ihre Gehälter erhöht“. Die Worte von Ajdini sind wahr. Jetzt müssen den Worten endlich Taten folgen. Nehmt Ajdini in die Pflicht, vereint die stattfindenden Proteste und Streiks. Vorwärts zum Generalstreik. Stürzt die Regierung. Ihr habt die Macht dazu. Stoppt und annulliert den Privatisierungsprozess. Nur eine reaktivierte Arbeiterbewegung kann Kosova eine positive Zukunft eröffnen.

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Foto Avni Ajdini

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