Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
18:54
23.01.2018
Gjermanisht shqip   Die Weltbank stellte in ihrer letzten Untersuchung zu Kosova fest: „ Rund 45% der Bevölkerung in Kosova leben in Armut. Die meisten Familien haben weniger als 43 Euro im Monat um zu leben.“ Die Untersuchung der Weltbank benennt dafür aus ihrer Sicht einige Ursachen. Nach der Weltbank ist die enorm hohe Zahl von Armen in Kosova, dem Fakt geschuldet, dass Kosova das unterentwickeltste Gebiet im ehemaligen Jugoslawien war. Als weiterer Grund wird

Die offizielle Inflationsrate in Kosova ist auf 13,2% gestiegen. Die Löhne und Gehälter der noch arbeitenden Bevölkerung wurden seit Jahren nicht angehoben. Ein Arbeiter in einem noch nicht privatisierten Betrieb, erhält pro Monat zwischen 135 und 200 Euro. Gegenwärtig nimmt auch die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen stark zu. Durch den Privatisierungsprozess verloren rund 70.000 Beschäftigte in den letzten Jahren ihren Arbeitsplatz. Knapp 200.000 Menschen verdingen sich in den privatisierten Klein und Mittelbetrieben. Dort haben die Arbeiter keinen Arbeitsvertrag, sowie keinerlei Kündigungsschutz.

Wie ihr richtig bemerkt gibt es in Kosova eine permanente Inflation. Besonders die Preise für Grundnahrungsmittel wie Milch, Brot und Butter steigen. Dies hat natürlich auch örtliche Ursachen. Die durch den Krieg ruinierte kosovarische Landwirtschaft wurde durch den Nahrungsmittelimport hauptsächlich aus Serbien und Mazedonien, in große Probleme gestürzt. Gleichzeitig gibt es in der Welt die sogenannte Ernährungskrise, es gibt auf der ganzen Welt gegenwärtig Hungerrevolten und Aufstände.  Kosova ist auf seine Art in den kapitalistischen Weltmarkt integriert. Deshalb ist die enorme

Bericht aus Mitrovica- Trotz der Erfolgsmeldungen aus den Büros der UNMIK wird die Lebenssituation für die meisten Menschen in Kosova immer katastrophaler. Nach der letzten Untersuchung der Weltbank, leben 50% der Bevölkerung in Kosova Armut und 15% leben in extremer Armut. Unter Armut versteht der Bericht ein Einkommen von 1,86 Euro am Tag, unter extremer Armut definiert der Bericht ein Tagesgeld von 0,93 Euro. Die letzten Untersuchungen zeigen, dass die Armut in Kosova wächst, insbesondere in der geteilten Stadt Mitrovica nimmt die Massenarmut immer extremere Formen an.

In der geteilten Stadt Mitrovica liegt die Arbeitslosenzahl bei 80%. Ramadan Kelmendi Leiter des „ Regionalbüros für Arbeit“ in der Region Mitrovica gab diese erschreckende Zahl am 16. August gegenüber der Presse bekannt Nach den Angaben von Kelmendi, suchen gegenwärtig 62.932 Menschen in Mitrovica eine Arbeit. Von den Arbeitsuchenden sind 93,8% Albaner, 4,9% Serben und 1,2% gehören anderen Nationalitäten an.


Am 10. Februar gab der kosovarische Arbeits und Sozialminister Ahmet Isufi dem albanischsprachigen Programm der „Deutschen Welle“ ein Interview. Die Zeitung Koha Ditore veröffentlichte am 11. Februar das Gespräch. Für die deutsche Linke ist es wichtig, die realen Probleme, Fakten und Positionen in Kosova zu kennen, um sich ein objektives Bild zu machen. Der Autor dieser Zeilen teilt nicht die politischen Positionen des „Ministers“ dennoch hält er eine auszugsweise Wiedergabe des Interviews für sinnvoll. Die Fakten treffen zu, allerdings gestatte ich mir den Herrn „Minister“ durch einige Anmerkungen zu ergänzen.

Gerald Knaus ist Leiter der bürgerlichen „European Stabillity Initative“ die in Kosova einige Themen untersuchte. Am 18.8.04 gab Knaus der DW ein Interview das interessante Aspekte enthält. Die „Initiative“ erstellte einen dreißigseitigen Bericht über die ökonomische Situation und die Lage der Menschen in der geteilten Stadt Mitrovica.