Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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22.09.2018
In der geteilten Stadt Mitrovica liegt die Arbeitslosenzahl bei 80%. Ramadan Kelmendi Leiter des „ Regionalbüros für Arbeit“ in der Region Mitrovica gab diese erschreckende Zahl am 16. August gegenüber der Presse bekannt Nach den Angaben von Kelmendi, suchen gegenwärtig 62.932 Menschen in Mitrovica eine Arbeit. Von den Arbeitsuchenden sind 93,8% Albaner, 4,9% Serben und 1,2% gehören anderen Nationalitäten an.


Am 10. Februar gab der kosovarische Arbeits und Sozialminister Ahmet Isufi dem albanischsprachigen Programm der „Deutschen Welle“ ein Interview. Die Zeitung Koha Ditore veröffentlichte am 11. Februar das Gespräch. Für die deutsche Linke ist es wichtig, die realen Probleme, Fakten und Positionen in Kosova zu kennen, um sich ein objektives Bild zu machen. Der Autor dieser Zeilen teilt nicht die politischen Positionen des „Ministers“ dennoch hält er eine auszugsweise Wiedergabe des Interviews für sinnvoll. Die Fakten treffen zu, allerdings gestatte ich mir den Herrn „Minister“ durch einige Anmerkungen zu ergänzen.

Gerald Knaus ist Leiter der bürgerlichen „European Stabillity Initative“ die in Kosova einige Themen untersuchte. Am 18.8.04 gab Knaus der DW ein Interview das interessante Aspekte enthält. Die „Initiative“ erstellte einen dreißigseitigen Bericht über die ökonomische Situation und die Lage der Menschen in der geteilten Stadt Mitrovica.

Ende Dezember 2004 legte das in Prishtina beheimatete Wirtschaftsinstitut "Riinvest" eine Studie zur sozialen Lage in Kosova vor. Die Ergebnisse der Untersuchung sind erschreckend. Das Institut diagnostizierte, dass in Kosova "über 12% der Einwohner in extremer Armut leben". Weitere 50% der Bevölkerung leben "in trostloser Armut und befänden sich auf dem Weg in die absolute Armut".