Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
08:28
27.05.2017

Das örtliche Zentrum der „ Bewegung für Selbstbestimmung“ ( VV) in Kastriot - ( Obiliqi) lehnte in einer Erklärung die Schaffung einer atomaren Mülldeponie in der Gemeinde ab. Das Projekt ist ein Plan der EU- Verwaltung in Kosova unter der Bezeichnung -European Aid / 133749 / C / SERXK, Vertragsnummer 2013 / 330-096-. Der Inhalt des Projekts sieht vor, sämtliche

radioaktiven Abfälle aus Kosova zu sammeln und in Kastriot zu konzentrieren. Es wurden in der letzten Gemeinderatssitzung keinerlei konkrete Fakten zu den Sicherheitsstandards und der technischen Machbarkeit der Deponie genannt. Grundsätzlich lehnten die Gemeinderatsmitglieder von VV das Projekt ab. In der Erklärung von VV ist zu lesen: „Dieses Vorhaben untergräbt unser Recht auf Leben und Gesundheit. Bereits jetzt sind die Bürger und Bürgerinnen von Kastriot durch vier Dinge bedroht. Wir sind mit den Schadstoffen der KEK ( Kohlekraftwerk- Stromerzeuger) konfrontiert. In der Nähe befindet sich die Mine Mirash, diese ist eine gesundheitsschädliche ökologisch gefährliche Bombe. In der Vergangenheit wurden bereits Abfälle aus Trepca mit radioaktiver Strahlung im Dorf Llazarevë platziert. Jetzt soll noch ein radioaktives neues Endlager folgen. Wir rufen die Bevölkerung zum Widerstand auf.“ In der Erklärung wird scharf das „Ministerium für Umwelt und Raumplanung“ kritisiert. Der Bau des Endlagers in Llazarevë wird entschieden abgelehnt. In der Tat, wer einmal in Kastriot war erfährt die dortige Belastung der Bürger durch Umweltgifte sofort. Der Griff zum Asthmaspray ist für jeden Europäer ratsam. Die Umweltbelastung durch die KEK ist enorm hoch. Das Krebsrisiko ist in Kastriot dreimal höher als im sonstigen Kosova. Jetzt soll dass Gebiet auch noch zum radioaktiven Endlager werden. Widerstand ist angesagt.

Termoelektrana_Obiliq_(3)

21 Korrik 2015 - e Martë 10:53