Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
03:50
25.10.2020

 Die so genannten Montagsdemonstrationen nehmen auch in München an Umfang und Beteiligung zu. Am gestrigen Montag versammelten sich hunderte von Esoterikern, Faschisten, sowie Verschwörungstheoretiker am Sendlinger -Torplatz in München. Unter den Teilnehmern an der Demonstration befand sich auch der NPD Spitzenfunktionär Karl Richter. Dieser Typ mit

angedeutetem Hitlerbärtchen sitzt für die nazistische “ Bürgerinitiative Ausländerstopp“ im Münchner Stadtrat. Die Teilnahme solcher Gestalten stört , die Organisatoren der so genannten Montagsdemonstrationen, „für den Frieden“ nicht im geringsten. Es wurden Reden gehalten unter dem Motto : Wir haben ja uns alle so lieb“ außerdem wurde der Frieden zwischen „allen deutschen Staatsbürgern“ verkündet. Also Frieden mit der NPD. Der Gegensatz zwischen links und rechts soll angeblich kein Gegensatz mehr sein. Alle Redner und Dauerdiskutanten propagierten als Feindbild die US Federal Bank. Im Publikum war immer wieder die Rede von der „geheimen Verschwörung um den Baron Rothschild“, dabei wurden deutsche Banken und deutsche Großkonzerne mit keinem Wort kritisiert. Einige Diskutanten und Redner bemühten sich relativ geschickt, als antikapitalistisch zu erscheinen. Diese Typen waren jedoch immer nur auf die Ostküste der USA fokussiert. Dieser Antikapitalismus ist nichts weiter als schlecht getarnter Antisemitismus. Aber „oh Gott“ die Organisatoren würden solche Vorwürfe selbstverständlich von sich weisen. Der Autor dieser Zeilen hat es gewagt bei der kleineren Auftaktkundgebung am Stachus in München eine Gegenrede zu halten. Ich fuhr darauf ab, dass der Gegensatz zwischen Krupp und Krause ein unversöhnliche Klassengegensatz ist. Linke Politik kritisiert und attackiert den Kapitalismus als System und distanziert sich scharf von jeglicher Verschwörungstheorie, jeglicher Esoterik, und jeglichem Nationalismus. Die Menschen die angeblich so sehr den Frieden lieben, konnten kaum mehr  ihre Wut im Zaun halten. Zwei Herrschaften aus der rechten Szene Münchens verpassten mir zwei Schläge in die Rippen. Mit dem Frieden ist es bei diesen Herrschaften nicht weit her. Grundsätzlich muss angemerkt werden, dass das alleinige Bekenntnis zum Frieden überhaupt nichts aussagt. Es gibt momentan niemand in der BRD, der den „Sieg im Dritten Weltkrieg“ fordert. Der letzte Reichsparteitag der NSDAP nannte sich „Reichsparteitags“ für den Frieden“. Die Querfronttheoretiker verkündeten, dass „allein eine bestimmte US Bank für die Verbrechen in den letzten 100 Jahren verantwortlich sei“. Damit wird der deutsche Faschismus rein gewaschen und niemand stört sich mehr an der Teilnahme von Neonazis an den Kundgebungen, dieser so genannten Friedensdemonstranten. Am Sendlinger Torplatz selbst wurde viel debattiert und viel Verschwörungstheorie im Publikum zum Besten gegeben. Die einen machen für alles negative in der Welt, die Freimaurer verantwortlich. Andere sprachen von Geheimzeichen auf US-Dollar Noten. Es versammeln sich bei diesem Montagsdemonstrationen irre Esoteriker, Anhänger der Geldtheorie von Silvio Gesell, dazu jede Menge Menschen, die irgendwelche keramischen Strahlungen wahrgenommen haben.

 

Das Problem

 

Bis auf einige wenige ignoriert die Münchner Linke die Zusammenrottung dieses Bodensatzes der bürgerlichen Gesellschaft. Diese Montagsdemonstrationen sind jedoch brandgefährlich. Dort wird dem Nationalismus unter dem Deckmantel des Friedens gehuldigt. Der alte Trick der Brüder Strasser aus den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts, wonach es keinen Gegensatz zwischen links und rechts mir gibt, verfängt bei einem Teil völlig hilfloser und desorientierter Menschen. Zudem sind durchaus einige Mitglieder aus linken Strukturen, die allesamt einen esoterischen SCHLAG haben auf den Montagsdemonstrationen zu sehen. Dieses „ach wir haben uns ja alle so lieb“ verfängt auch bei einigen, die ansonsten in linken Strukturen anzutreffen sind. Dem auf der Demonstration anwesenden Nazi Karl Richter, begleiteten- häufige Besucher, des alternativen „Eine Welt Hauses“ in München. Es ist an der Zeit die eigenen Strukturen, die eigene Bildungsarbeit, sowie die eigene linke Reaktionsfähigkeit der gesamten Linken in München zu hinterfragen. Die Montagsdemonstrationen dürfen nicht, wie bis dato ungestört weiterlaufen. Es gilt mit einigen Menschen, die nur verwirrt sind zu diskutieren. Die Masse jedoch, die sich versammelt ist nichts weiter als reaktionärer, kleinbürgerlicher, esoterisch belesener Schrott. Es muss darum gehen diese Montagsdemonstrationen von der Straße zu fegen. Innerhalb der linken Bewegung darf es keinen Platz für Verschwörungstheorien und latent antisemitische Geldtheorien geben. Die Plätze in München müssen den rechten Querfrontmachern entzogen werden. Es darf kein Platz für Verharmlosungen dieser Montagsdemonstrationen vorhanden sein. Es gilt auch im „Eine Welt Haus“ zu begreifen wie gefährlich und wir anfällig für rechte und braune Querfrontsauce, bestimmte Wünschelrutenfreunde und Esoteriker sind. Wenn all dies nicht gemacht wird, hat die Linke in München keinerlei Perspektive. Die Linke darf sich auch nicht mit einer so genannten „Antiimperialistischen Koordination“ aus Wien abfinden, die Flugblätter gegen die Faschisten in der Ukraine und für Putin verteilte. Auf den Flyern dieser Organisation war unter der Bezeichnung -“Antifaschistische Aktion“ neben der roten Fahne, die palästinensische Fahne abgebildet. Diese Kombination wurde ausgerechnet an ein latent antisemitisches Publikum verteilt. Das ist ebenfalls keine linke Politik, sondern rechte Politik. Auch mit solchen Leuten gilt es entschieden zu brechen.