Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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07.12.2019

Am 18. November gibt es in Zürich eine Vernissage in der an die Rettung der Juden in Albanien, vor den Nazifaschisten erinnert wird. Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 18. November um 19.00 Uhr in der Aula der Pädagogischen Hochschule Zürich, Lagerstrasse 2, 8090 Zürich, LAA – G001. Bei der Ausstellungseröffnung gibt es ein Grusswort von Prof. Dr. Walter Bircher, Rektor

PHZH -Grusswort von Shella Kertesz, Co-Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Zürich -Grusswort von Orhan Spahiu, Vertreter des Rats der AlbanerInnen in der Schweiz, Rede von Dr. Beate Kosmala, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Gespräch mit Adea Barileva, Schülerin, über ihre Maturarbeit zu Besa Anschliessend Apéro

Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag täglich von 7.00-22.00 und samstags von 7.00-17.00 geöffnet. Die Ausstellung ist zu sehen von 18. November bis 5 Dezember.

Dazu gibt es zusätzliche Veranstaltungen an folgenden Tagen.

Freitag, 21. November, 13.00 bis 14.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung für Dozierende und Lehrpersonen mit Shpresa Jashari, Ethnologin, Institut für Transnationale Studien, Universität Neuchâtel.
Treffpunkt Pädagogische Hochschule Zürich, Lagerstrasse 2, 8090 Zürich, LAC – Eingang/Kulturräume
 
Freitag, 21. November, 19.30 bis 20.30 Uhr: Führung durch die Ausstellung in albanischer Sprache mit Shpresa Jashari, Ethnologin, Institut für Transnationale Studien, Universität Neuchâtel
Treffpunkt Pädagogische Hochschule Zürich, Lagerstrasse 2, 8090 Zürich, LAC – Eingang/Kulturräume
 
Montag, 24. November, 18.15 Uhr: Albanisch-jüdisch-muslimischer Begegnungsworkshop: Besa als Brücke zwischen uns, RESPECT – Muslim- und Judenfeindlichkeit gemeinsam überwinden. PHZH, LAC – E012, Anmeldung: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
 
Dienstag, 25. November, 18:15, Universität Zürich (KIR – 2 – 200):Gastvortrag von Prof. Dr. Wolfgang Benz (Berlin), Leiter des Zentrums Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin: “Juden, Muslime, Roma….. Ausgrenzungsmuster im Vergleich“.
 
Mittwoch, 26. November, 12:-14:00: KOLLOQUIUM – Vertiefungsangebot mit Prof. Benz zum gleichen Thema. Anmeldung zum Kolloquium und weitere Auskünfte: Dr. Brigitta Rotach, Koordinatorin Sigi Feigel-Gastprofessur,This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
In Zusammenarbeit mit der Sigi Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien an der Universität Zürich
 
Sonntag, 30. November um 11:30, Filmmatinée „Besa: The Promise“ (Engl. mit dt. Untertiteln) im Kino RiffRaff mit anschliessendem Gespräch, Moderation Dr. Brigitta Rotach. In Zusammenarbeit mit dem Filmclub Seret
 
Donnerstag, 4. Dezember 2014, 20h im Theater Neumarkt, Zürich, „Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt“
Jazzige Volksmusik mit Elina Duni, Sascha Schönhaus und Colin Vallon.
Tickets: 35.-/25.- für Omanutmitglieder (an der Theaterkasse, 044 267 64 64, oder bei der Bestellung über This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. angeben)
 
Führungen für Schulklassen und Gruppen in Zürich
Anmeldung für Schulklassen und Gruppen: Pädagogische Hochschule Zürich, Frau Eva Hofmann, Tel. 043 305 62 32 oder This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
 
Einführung für Lehrpersonen: 
Mittwoch, 19. November, 16.00 bis 18.00 Uhr: Ausstellung Besa – Ein Ehrenkodex: Einführung für Lehrpersonen, Pädagogische Hochschule Zürich, LAC – E012. Anmeldung bei Prof. Dr. Sabina Brändli,This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
 
Die Führungen in Zürich werden gratis angeboten.
 

Einiges zur Erklärung

 

Albanien war das einzige Land in Europa indem es nach der faschistischen Besatzung mehr Juden als vorher gab. Dies hatte mit dem starken antifaschistischem Widerstand, aber auch mit der berühmten BESA zu tun. Besa heisst “ein Versprechen halten” – es ist ein Ehrenkodex, der zentral in der albanischen Kultur verankert ist. Jemand, der nach dem Prinzip Besa handelt, ist jemand, der sein Wort hält, dem man sein eigenes Leben und das seiner Familie anvertrauen kann. Albaner, Christen wie Muslime, bezeugen, dass Besa ihre Motivation war, ein grosses persönliches Risiko einzugehen, um Juden während des Zweiten Weltkrieges zu retten. In Albanien war damals der „ moderne“ Antisemitismus völlig unbekannt. Die Albaner und Albanerinnen sahen in den verfolgten Menschen, eben Menschen, denen nach dem Kanun ( Sittenkodex) das Gastrecht zu gewähren ist. Die Bilder in der Ausstellung stammen von dem Photographen Norman H. Gershman. der Ausstellung ist der US-amerikanische Staatsbürger Gersham reiste zwischen 2003-2008 durch Albanien und den heutigen Kosovo, wo er Porträtfotos machte und Geschichten von albanischen “Gerechten unter den Nationen” dokumentierte.  Das wichtigste Holocaust-Museum der Welt, Yad Vashem in Jerusalem verlieh in den vergangenen Jahren 25 271 Personen den Titel „Gerechte unter den Völkern” (hebr. Chassidei Umot HaOlam) . Darunter befinden sich 69 Albaner aus Kosovo und Albanien. Die Geehrten erhalten eine Medaille mit der Inschrift eines Satzes aus der jüdischen Tradition: “Wer ein einziges Menschenleben rettet, rettet damit gleichsam eine ganze Welt”.

 

Die Veranstaltungen in Zürich und auch in anderen Orten in der Schweiz sind in zweierlei Hinsicht sehr wichtig. 1. Erinnert wird an ein wichtiges Kapitel aus der jüngsten Vergangenheit und zweitens wird auf die notwendige Solidarität zwischen Menschen mit verschiedener Religion und Nationalität im HIER und JETZT hingewiesen.

 

Quelle http://www.besa-expo.ch/

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