Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
16:58
26.05.2017
Am 14. April dieses Jahres wurde ein Massenabschiebungsabkommen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und seinem kosovarischen Kollegen Bajram Rexhepi unterzeichnet. Unter dem zynischen Titel „Rücknahme“ drohten damit 10.000 Roma, Aschkali und vielen Albanern, die Abschiebung nach Kosovo. Die

Seit 31.12.05 ist auf der Homepage von Tagesschau.de ein Artikel zu Kosova zu finden. Der Artikel macht die Wichtigkeit der „Kosova-Frage“ gerade auch für die deutsche Diplomatie deutlich. In dem Artikel wird eine Bewertung der politischen Konflikte in Kosova versucht. Zutreffend stellt der Kommentator die Spaltung der Parteienlandschaft in Kosova dar. Allerdings kommt der Bericht nicht zu der Schlußfolgerung, dass für die Bevölkerung die Herrschaft der UNMIK unerträglich geworden ist.

Der bundesdeutsche Staatsapparat schiebt rücksichtslos Flüchtlinge in alle Gegenden der Welt ab. Das Grundrecht auf Asyl besteht nur noch auf dem Papier. Menschen mit unsicherem Status müssen jederzeit mit einem gewaltsam durchgeführten Transport zum nächsten freien Flugzeug rechnen. Endgültig gelöst werden soll in diesen Tagen und Wochen, wie es im Behördendeutsch heißt „die Albanerfrage“. Praktisch jede Nacht werden im Bundesgebiet zwischen 3 und 4 Uhr morgens Kosovaalbaner aus den Betten gerissen. Seit neuestem werden Albaner und Albanerinnen auch über den Flughafen Belgrad abgeschoben. Jede Abschiebung ist prinzipiell abzulehnen, es lohnt sich aber dennoch, diese spezifische Abschiebemaßnahme näher zu untersuchen.

In Kroatien gibt es viele Lokale, die den Namen Kinkel und Mock tragen. Klaus Kinkel war bis 1998 deutscher Außenminister und Alois Mock sein österreichischer Amtskollege. Die beiden Namen werden in Kroatien mit der nationalen Unabhängigkeit in Verbindung gebracht. Im Gegensatz zu anderen imperialen Mächten setzte Deutschland auf die nationalen Bewegungen in Kroatien und Slowenien. Die deutsche Politik unter Kinkel war realistisch auf den eigenen Vorteil bezogen. Der jugoslawische Bundesstaat den andere imperialistische Staaten lange Zeit erhalten wollten, war in den neunziger Jahren nicht mehr haltbar.

Am Donnerstag den 8. Januar 04 brachte die kosovarische Tageszeitung Zeri i Dites (Stimme des Tages) mehrere interessante und spannende Artikel. Auf Seite vier steht ein Artikel unter der Überschrift: “Deutsche Rechtsextremisten führen eine Firma in Gjakove“. In diesem Artikel wird auf die kürzlich in Gjakove (Gjakova) gegründete Firma Albacon und ihre Betreiber verwiesen.