Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
07:22
06.07.2020

Hallo sehr geehrter Herr Brym,  ich wollte ihnen meine Reaktion auf eine Ausschreibung für ein Projekt auf dem Balkan senden: Hier der Original Text: http://bdl.landjugend.info/de/internationales/aus-und-fortbildungen/den-balkan-verstehen Hier meine Reaktion:  Hallo sehr geehrte Damen und Herren, ch muss zugeben, von der Ferne kann ich nicht Beurteilung ob die Formulierung in der Ausschreibung für das Projekt i"Youth Academy for Dialogue and Cooperation"

beabsichtigt war oder nicht. Da Sie aber Organisatoren dieses guten Projekts sind und Sie die Struktur der Bevölkerung des Kosovo und Serbien gut kennen müssten, ist Ihnen eine Absicht zu unterstellen. Im Folgenden, Ihr Text über die Bewerber:

"Gesucht werden:
• 5 Franzosen, 5 Deutsche, 3 Kosovaren aus Süd-Mitrovica, 3 Serben aus Nord-Mitrovica, 3 Serben aus Serbien, 3 albanische Serben aus dem Presevo-Tal (Serbien, grenzt an den Kosovo."

Diese Formulierung empört mich zutiefst. Sie ist in politischer Hinsicht sogar ein Skandal.

Sie suchen in der Ausschreibung "3 Kosovaren aus Süd-Mitrovica" und "3 Serben aus Nord-Mitrovica"??!! Bitte schildern Sie mir, seit wann gehört offiziell Nord-Mitrovica zu Serbien wenn sie die Bewohner aus Nord-Mitrovica nicht als Kosovaren serbischer Herkunft sondern als Serben bezeichnen und die Bewohner aus Süd-Mitrovica ohne weiteres als Kosovaren bezeichnen anstatt Kosovaren albanischer Herkunft? Seit wann sind nicht alle Bewohner des Kosovo Kosovaren, oder besser gesagt seit wann sind NUR die Albaner Kosovaren und die Serben keine Kosovaren ?

Wenn es um die Albaner in Serbien aber geht, dann suchen Sie "3 albanische Serben" und NICHT 3 Albaner aus Serbien.



Meine Damen und Herren, meine Empörung, die mich noch mehr quält, ist folgendes: Die EU-Politik, in der Ihr Projekt auch dazu gehört, bestätigt
alle Serben auf dem Balkan in ihrem Vorgehen,sie seien mit ihren friedenstörenden und chauvinistischen Handlungen in der Region auf dem richtigen Weg.Der albanische Kosmopolitismus wird überholt, stattdessen macht man Halt an dem serbischen Nationalismus.
Die Bevölkerung, die sich friedensstiftend und ruhig verhält, in dem Fall, die albanische, wird nicht mal beachtet, ja sie wir sogar bestraft, so wie Sie auch in Ihrem Text das tun. Die EU mit ihrer Politik zeigt nun des Öfteren, dass der Kosmopolitismus keinen Raum auf dem Balkan hat, der Nationalismus aber schon. Die albanische Bevölkerung im Kosovo hat begonnen dies zu verstehen und darüber nachzudenken.


Liebe Grüße
Kushtrim Dërmaku