Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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06.07.2020

Vollbild anzeigenSeit gestern dürfen wieder kosovarische Produkte nach und durch Serbien. Die Verhandlungsgruppe aus Prishtina ist darauf sehr STOLZ. Dafür besteht allerdings kein Anlass. Dutzende LKWs wurden von serbischen Zöllnern zurückgewiesen. Der Zollstempel wurde einfach nicht akzeptiert. Auf der anderen Seite exportiert Serbien wieder ungehindert Waren nach Kosova. Letzteres behindert enorm die Konsolidierung

Foto Frau Edita Tahiri

 des Marktes in Kosova. Vor allem unsere Bauern leiden unter dem serbischen Billigexport. Jetzt aber zu einer Frage ,die mir ein Arbeitskollege in Griechenland gestellt hat. Er fragte warum ich gegen Verhandlungen mit Serbien sei. Meine Antwort lautete: „Ich bin nicht gegen Verhandlungen mit Serbien, von Serbien sollte allerdings folgendes vor Beginn irgendwelcher Gespräche verlangt werden:“

1.Serbien muss die Unabhängigkeit Kosovas akzeptieren
2.Serbien muss seine Verfassung ändern. Nach der gültigen Verfassung ist Kosova ein Bestandteil Serbiens.
3.Serbien muss sich wegen der Verbrechen, gegen die Kosova-Albaner, während des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts entschuldigen
4.Serbien muss seine Kriegsverbrecher aus dem Kosova Krieg verurteilen
5.Serbien muss uns noch 1800 Leichen zurückgeben.

Wenn Serbien diese elementaren Dinge erfüllt, dann kann mit dem dem serbischen Staat geredet werden.Reden kann und muss man jetzt schon mit dem normalen serbischen Mitbürger in Kosova. Ich differenziere scharf zwischen dem serbischen Staat und meinem serbischen Freund, den es auch gibt. Zudem noch ein Hinweis: All das was ich oben geschrieben habe forderte bereits im Jahr 2000 der ehemalige Bürgermeister von Belgrad Bogdan Bogdanovic. Der berühmteste Architekt von EX- Jugoslawien Bogdanovic, dachte klarer als die kosovarische Verhandlungsgruppe unter Edita Tahiri.