Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
21:25
25.05.2019
Am Sonntag den 21. Oktober führte die LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) eine erfolgreiche Veranstaltung in München durch. Viele Albaner und Albanerinnen kamen in die Gaststätte Maxvorstadt, um Liburn Aliu und Hysen Durmishi, aus Prishtina zu hören. Zuerst sprach  Liburn Aliu, gegen die Schaffung sogenannter Sonderzonen, für Kultobjekte und Kirchen in Kosova. Bekanntlich definiert der Ahtisaari Plan viele Kirchen auf nationalistischer Basis als rein serbisch. Aliu hingegen stellte die Kirchen und Kultobjekte als gemeinsames kulturelles Erbe aller Menschen in Kosova dar.

 

Für die LPV gehören die religösen Objekte in Kosova allen Menschen des Landes. Insgesamt wird der serbisch orthodoxen Kirche rund 9% des Landes zugeschlagen. Viele Bauern und Albaner werden durch diese Politik von ihrem Grund und Boden getrennt. Dies bilde nach den Aussagen von Aliu ein weiteres Element um den „ethnischen Konflikt am Kochen zu halten“. Hysen Durmishi sprach über die Pläne in Kosova mittels der „Dezentralisierung“ langfristig die ethnische Teilung Kosovas zu zementieren. Durch die Schaffung von reinen serbischen Gemeinden, auf fast 30% des Landes geschieht dies. Beide Redner, die ihre Ausführungen mit Videobildern und der Präsentation von Dokumenten unterlegten, sprachen sich für das Selbstbestimmungsrecht Kosovas und gegen jegliche Ethnisierung der Politik aus. Die Redner machten deutlich, dass sie nichts gegen serbische Menschen oder gar Roma hätten. Der Gegner ist der serbische Staat, die UNMIK und das geplante EU- Protektorat . Immer wieder wurde in der Diskussion dazu aufgerufen für das Selbstbestimmungsrecht mit friedlichen Mitteln zu kämpfen, denn nur durch die Selbstbestimmung könne der nationale Konflikt in Kosova beendet werden. Scharf wurde mit der Politik der „albanischen Verhandlungsgruppe“ ins Gericht gegangen. Die LPV lehnt jede Form von kolonialer Herrschaft in Kosova ab und fordert das Recht auf Selbstbestimmung.


Fazit


Die Veranstaltung war auch für deutsche Besucher sehr interessant. Die Positionen der LPV müssen in Deutschland zur Kenntnis genommen werden. Kosova ist nicht nur irgendein Punkt auf der Erde, sondern ein spezielles Experiment deutscher Außenpolitik. Mit Joachim Rücker stellt Deutschland den dort absolut regierenden Protektoratsleiter. Der deutsche EU- Beauftragte Wolfgang Ischinger will aus Kosova ein EU- Protektorat, ohne jegliche Souveränität für die dort lebenden Menschen machen. Die LPV fordert hingegen ein Referendum in Kosova, indem die Bürger ihren Willen frei bekunden und ihren Status selbst entscheiden. Diese Position muß unterstützt werden auch und gerade im Kampf für die Demokratie in Deutschland