Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
20:52
25.05.2019
Die Debatte um den Besuch von Georg Bush in Albanien, sowie seine Aussage Kosova die „ Unabhängigkeit“ zu gewähren nimmt kein Ende. Weiterhin erreichen die Redaktion dazu viele Zuschriften. Anlaß dafür ist ein Kommentar von Max Brym, der vor einer illusionären Haltung gegenüber Georg Bush warnt. Wir haben uns daher entschlossen noch einige Zuschriften unzensiert zu veröffentlichen.

Ausgenommen davon sind Meinungsrülpser die provokativ und aggressiv sind. Die publizierten Briefe stammen von albanischen Arbeitsemigranten und Studenten in Europa.

Redaktion 
Selbstbestimmung


Es ist der Wunsch des Volkes in Kosova völlig frei über seine Zukunft zu entscheiden. Wenn der amerikanische Präsident ein wirklicher Demokrat wäre würde er den Ruf nach einem Referendum unterstützen. Letzteres ist jedoch bei Bush nicht der Fall. Er verspricht die „ Unabhängigkeit“ und meint damit den Ahtisaari-Plan. Dieser Plan sieht für Kosova weitere Unterdrückung und Fremdbestimmung vor. Mit dem Plan wird Kosova auf ethnischer Grundlage geteilt Kosova wird jede Form von Eigenstaatlichkeit verweigert, alles bleibt in der Hand -der oder des- „ Überwachers“. Den örtlichen Einrichtungen werden nur Hilfsfunktionen für die Kolonialbehörde zugestanden. Dies „ Unabhängigkeit“ zu nennen ist ein alter kolonialistischer Trick.

R. C. Frankfurt

 

Katastrophale Situation

 


Die Menschen in Kosova leben in ihrer Masse in extremer sozialer Not und Verarmung. Getröstet werden sie von den örtlichen Politikern mit dem Versprechen auf baldige „ Unabhängigkeit“. Dabei bereichert sich diese politische Mafia schamlos. Ihr einziger Ehrgeiz ist es mit gewissen Mächten im Geschäft zu bleiben und sich als nützlich zu erweisen. Jetzt wird Bush von dieser korrupten Elite abgefeiert, denn sie wollen weiter ihre privaten Pfründe einstreichen. Um das „ Vaterland“ oder um die Not der Menschen geht es diesen Figuren nicht. Natürlich hinterfragen sie auch nicht den Inhalt der Bush Politik in der Welt. Bush führt Krieg, predigt puren und rücksichtslosen Kapitalismus, das wirkliche Interesse der Völker ist diesem Vertreter des US-Establishments egal. Er braucht einige nützliche Bausteine oder Idioten die ihm helfen die Konkurrenzschlacht um den Weltmarkt erfolgreich zu gestalten. Die Widersprüche zwischen Bush und Putin und der dazwischen lavierenden EU könnten zwar zugunsten des albanischen Volkes ausgenützt werden. Dazu bedarf es aber einer energischen Führung, die selbstbewußt auftritt und sich nicht zum Postkarten und Fahnenschwenckerverein von Georg Bush entwickelt.


I. S. Hamburg

 

Bush ist positiv


Präsident Bush hat versprochen, dass Kosova unabhängig wird. Es gibt keinen Grund an den Versprechen von Bush zu zweifeln wie Sie es tun.


E.S Waldkraiburg

 

Oh Max

Du zweifelst immer an allem. Du liest Hegel und Marx. Heute ist die Realität eine andere. Bleib bei deinen verstaubten Theorien. Bush ist von Bedeutung du und deine Freunde seit es nicht.


M.E. München


Palästina-Kurdistan-Kosova


Seit Jahrzehnten wird den Palästinensern die „Souveränität“ versprochen. Unzählige Konferenzen unter Federführung der USA fanden statt. Resultat Palästina wird mittels einer „ Pseudostaatlichkeit“ weiter unterdrückt und im extremen Elend gehalten. Die Kurden im Irak geben sich sehr US- freundlich. Resultat Pseudostaatlichkeit für die Kurden im Irak, sie sind nicht souverän und befinden sich im Dauerkonflikt mit der Türkei sowie mit sämtlichen Nachbarn. Das Elend ist unbeschreiblich für die Kurden ist weder die soziale Frage noch die nationale Frage progressiv gestaltet. Kosova wird es nicht anders ergehen wenn es sich auf den Ahtisaari Plan und die Initiativen des US Präsidenten verlässt.

A. R. Innsbruck


Eigene Initiative


Wir Albaner müssen selbst aktiv werden. Die internationale Staatengemeinschaft beschert uns ohne Eigeninitiative höchstens den Ahtisaari Plan und damit die Teilung Kosovas zugunsten Serbiens.

R.E. Köln 

 

Ich bin Stolz


Ich bin Stolz auf Georg Bush. Er ist ein wahrer Freund der Albaner.

I.S Salzburg


Freunde und Freundschaften


Viele in Kosova und Albanien bilden sich ein, dass Georg Bush ihr persönlicher Freund sei. Diesen Unsinn gilt es zu bekämpfen. Bush vertritt wie Putin und Merkel, die jeweiligen Interessen ihrer Nationalstaaten und ihrer Wirtschaft. Keiner dieser Politiker akzeptiert den Wunsch des Volkes in Kosova selbstbestimmt über sein Schicksal zu entscheiden. Es gibt gegenwärtig in der internationalen Politik keine Freundschaften sondern nur Interessen.


N. G. Schaffhausen