Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
10:50
25.08.2019
Am Donnerstag den 18. Mai erschien in der „Jungen Welt“ ein mehr als absurder Artikel von Jürgen Elsässer. Herr Elsässer entblödete sich nicht ein Bündnis von „UCK-Lobby“ (gemeint ist Kosova-Aktuell) und Trotzkisten (SAV) gegen „den linken Parteibildungsprozess in Deutschland“ als Gespenst an die Wand zu malen. Dabei wurde der Redaktion von Kosova-Aktuell unterstellt „rechtsextreme“ Ansichten zu haben. Besonders griff Jürgen Elsässer den Herausgeber von Kosova-Aktuell Max Brym und den Bundessprecher der SAV (Sozialistische Alternative) Sascha Stanicic an.

Natürlich erweckt Elsässer in seiner offen rassistischen Diktion den Eindruck, „alle Albaner seien Rechts“. Der unsägliche Artikel von Elsässer nimmt als Aufhänger einen Artikel von Kastriot Zeka, indem die Emigranten aufgefordert wurden sich mit dem Landesverband der WASG (Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit) in Berlin zu solidarisieren. Bekanntlich will der Bundesvorstand der WASG den Wahlantritt des Landesverbandes in Berlin zu den Bürgerschaftswahlen administrativ verhindern. Die Redaktion von Kosova-Aktuell ist allerdings der Meinung, dass nur die WASG in Berlin gegen rassistische Abschiebungen steht und generell für die Rechte der Emigranten eintritt. Dies im Gegensatz zur Politik des „rot-roten Senats“ (bestehend aus SPD, Linkspartei-PDS) der in Berlin sogar den Konflikt mit der UNMIK nicht scheut, um Menschen nach Kosova abzuschieben.

Der „begnadete“ Journalist Elsässer erwähnt den Grund für die Solidaritätserklärung mit der WASG mit keinem Wort. Dem begeistertem Milosevic Anhänger Elsässer geht es zum Diffamierung, er konstruiert ein Amalgam nach dem angeblich „rechtsextreme“ (UCK-Lobbyisten) und Trotzkisten sich gegen die „feine deutsche Linke“ verschworen haben. Die Fantasiegebilde des Herrn Elsässer erinnern stark an die absurden und tragischen Moskauer Schauprozesse der dreißiger Jahre. Allerdings ist es diesmal nur eine Farce.


Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen

Herr Elsässer organisierte vor kurzem in Berlin mit einigen anderen eine Trauerfeier für den verstorbenen Chauvinisten Milosevic. Herr Elsässer begeistert sich in vielen seiner Artikel für die offenen Faschisten der SRS in Serbien. Er nennt die „Serbische Radikale Partei“ in einigen Artikeln „antiimperialistisch“. Ob bewußt oder unbewußt ignoriert Elsässer die Tatsache, dass die SRS zum Netzwerk der europäischen Rechten gehört. Die Partei des Mörders Seselj, hat enge Parteibeziehungen zur Partei von Le Pen in Frankreich. Ein weiterer enger Partner der SRS ist der russische Faschist Schirinowski, in der jüngsten Vergangenheit erhob die SRS den verstorbenen deutschen Altnazi Franz Schönhuber zum Ehrenmitglied. Wer sich so oft in Belgrader Cafehäusern herumtreibt wie Herr Elsässer, müsste dies eigentlich aufgefallen sein, wenn er ein solider „Linker“ wäre.


Elsässer provoziert und diffamiert

Im Editorial von Kosova-Aktuell wird jeglichem Rassismus, Chauvinismus und Faschismus eine klare Absage erteilt. Herr Elsässer konnte auf den Seiten von Kosova-Aktuell keinen einzigen chauvinistischen Satz finden. Kosova-Aktuell ist ein plurales linkes Organ. Allerdings findet sich die Forderung nach dem Recht auf nationale Selbstbestimmung in Kosova. Für das Recht auf nationale Selbstbestimmung traten in der Vergangenheit Lenin und Leo Trotzki ein. Wenn aber Menschen mit albanischer Nationalität dieses Recht einklagen, ist es für Herrn Elsässer sofort „RECHTSEXTREM“. Der Milosevic Fan Elsässer leidet offensichtlich an einem „Albaner Syndrom“, das ihn latent selbst in die rechte rassistische Ecke befördert.

Der Herausgeber von Kosova-Aktuell Max Brym ist Mitglied der SAV und der WASG. Anläßlich vieler Debatten in der Redaktion versucht er uns die Gedankenwelt von Leo Trotzki als originärem Marxismus nahezubringen. Die Diskussion wird solidarisch geführt, denn es muß eine Alternative zum Kapitalismus geben. Herr Elsässer diskutiert nicht mit Albanern, sondern er diffamiert sie rassistisch und haut die trotzkistische SAV gleich mit in seine grobe, journalistisch unausgegorene Pfanne.