Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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16.07.2020

Das Programm der LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) für eine alternative Regierung in Kosova, ist ein bürgerlich demokratisches links reformistisches Programm. Viele Einzelforderungen sind im Interesse der breiten Massen. Es wird ein starke Progressivsteuer gefordert. Arbeiterrechte werden eingeklagt, wie ein Mindestlohn, sowie ein Kündigungsschutz

und gewerkschaftliche Rechte. Die Privatisierung wichtiger öffentlicher Betriebe wird abgelehnt. Die LPV wendet sich grundsätzlich gegen die Privatisierung der PTK( Post und Telekommunikation) oder von Trepca. Die LPV hat als einzige Partei in Kosova wichtige soziale Forderungen. Beispielsweise fordert die LPV ein kostenloses Gesundheitssystem, sowie kostenlose Bildung. Damit ist die LPV ein wichtiger Bezugspunkt für Arbeiter und Arme.Entschieden spricht sich die LPV gegen den Rassismus aus. Im Programm wird jeder Rassismus speziell gegen Roma und Ägypter, in Kosova abgelehnt. Es findet sich auch keinerlei nationalistische Position gegenüber den einfachen Serben  im Programm der LPV .Diese Positionen unterscheiden die LPVpositiv von den anderen politischen Parteien in Kosova. Dennoch definiert sich die LPV nicht als linke alternative Arbeiterpartei. Es gibt in der LPV auch starke bürgerliche Kräfte. Die LPV will einfach eine „ Republik Kosova“, ohne Korruption, als Mitglied der NATO und der EU. Das Programm der LPV ist eine Mischung aus richtigen sozialen Einzelforderungen und bürgerlicher Positionen. An keiner Stelle des Programms wird gesagt, dass in Albanien und Kosova der Kapitalismus überwunden werden muss. Die Forderung nach „ nationaler Selbstbestimmung“ sollte ein Revolutionär unterstützen. Gleichzeitig aber darauf hinweisen, dass die Einheit der albanischen Nation eine Klassenfrage ist. Die breiten Massen welche die Einheit der Nation wünschen werden nur kämpfen wenn gleichzeitig eine soziale Revolution in Albanien und Kosova stattfindet. Es geht darum die progressiven und linken Positionen innerhalb der LPVzu stärken und den bürgerlichen Einfluss zurückzudrängen. Ergo die LPV muss am 3 November gewählt werden und wichtige Sektoren der Arbeiterklasse müssen die LPV nach links drängen. Die Frage inwieweit die LPV nach links geht ist allerdings im wesentlichen eine internationale Frage. Nur wenn die serbische Arbeiterbewegung sich vom serbischen Nationalismus löst, kann die Bindung breiter Massen in Kosova an die imperialistische NATO überwunden werden. Immer noch dominiert in Kosova die Erinnerung an die serbischen Kriegsverbrechen. Dieses Trauma nützt die NATO bis heute aus.