Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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16.07.2020

 Im Jahr 1995 reiste Adem Demaci nach Belgrad. Dort versuchte er mit serbischen Oppositionellen ins Gespräch zu kommen. Im Gepäck hatte er den Vorschlag aus den verschiedensten Staaten des Balkans eine Föderation von völlig unabhängigen Staaten, unter dem Namen „ Balkania“ zu schaffen. Der Vorschlag bezog sich im wesentlichen auf die „

wirtschaftliche und gleichberechtigte“ Zusammenarbeit unter dem Namen Balkania. Leider fand der spätere UCK Sprecher Demaci in Belgrad keinerlei wesentliche Gesprächspartner. In Serbien dominierte der Chauvinismus, sowie die Ablehnung des Selbstbestimmungsrechtes von Kosova. Heute stellt sich die „ Balkania“ Frage neu. In Bosnien gibt es faktisch einen Aufstand der Arbeiter und Arbeiterinnen gegen Armut Ausbeutung, Privatisierung und ethnische Teilung. In dem Manifest der Arbeiter aus Tuzla ist zu lesen: „Alle die Privatisierung der Firmen Dita, Polihem, Poliohem, Gumara und Konjuh betreffenden Fragen müssen in einem beschleunigten verfahren geklärt werden. Die Regierung soll: * die Betriebszugehörigkeit und Krankenversicherung der ArbeiterInnen anerkennen die Fälle von Wirtschaftskriminalität und der dafür Verantwortlichen aufarbeiten illegal erlangtes Eigentum konfiszieren für diese Firmen die Privatisierungsverträge annullieren eine Revision der Privatisierungen vorbereiten die Fabriken an die ArbeiterInnen zurück geben und alles unter die Kontrolle der öffentlichen Regierung zu geben, um das öffentliche Interesse zu verteidigen und die Produktion in den Fabriken, wo dies möglich ist, wieder aufzunehmen . Das Gehalt von Regierungsmitgliedern soll auf die Höhe des Gehalts von ArbeiterInnen im öffentlichen Dienst und Privatsektor begrenzt werden. Zusatzzahlungen an Regierungsmitglieder aufgrund von Mitarbeit in Kommissionen, Komitees und anderen Gremien sollen genauso beendet werden, wie ungerechtfertigte Formen von Entschädigung, die über solche für alle Beschäftigten hinaus gehen. . Einstellung von Gehaltszahlungen an Minister und andere Staatsangestellte, die über das Ende ihres Mandats hinaus gehen.“

All diese Forderungen passen wie die Faust aufs Auge auch für Kosova. Es ist an der Zeit auch in Kosova nicht nur häufig zu demonstrieren und zu streiken, sondern diese Proteste zu vereinigen. Das Ziel besteht im Sturz der Regierung und der Errichtung einer Gesellschaft in der Freiheit und soziale Gleichheit keine Gegensätze sind.

Balkania

Es gilt sich von der Illusion zu befreien, dass die EU ein positives Projekt ist. Sowohl in Bosnien ( EUFOR) als auch in Kosova ( EULEX) deckt und unterstützt die neoliberal kapitalistische EU, Privatisierungen, Massenarmut und ethnische Teilungen. Dem EU Kandidaten Serbien wird aus Brüssel massiver Sozialabbau befohlen. Damit es zu keiner Revolte in Serbien kommt, deckt die EU den Nationalismus der serbischen Mafia gegenüber Kosova. Die meisten Menschen innerhalb der EU verarmen extrem. Ein Blick nach Spanien, Portugal, Griechenland Rumänien oder Bulgarien genügt. Zu dieser Politik gibt es nur eine Antwort: Die armen Massen auf dem Balkan müssen sich vereinigen. Es eint Sie das Interesse nach einer glücklichen Zukunft. Dieser Zukunft stehen korrupte Mafia Banden ( Politiker) und der kapitalistische Privatisierungsprozess entgegen. Dieser glücklichen Zukunft steht aber auch die EU entgegen, die im Vertrag von Maastricht, von der „ Pflicht zum Abbau sozialer Leistungen“ spricht. Das Projekt Balkania sollte die Erklärung aus Tuzla als Basisdokument begreifen. Es geht um den Sturz sämtlicher Regierungen in der Region. Danach sollte auf sozialistisch demokratischer Grundlage eine Föderation der Staaten des Balkans entstehen. Selbstverständlich muss dabei Kosova das Selbstbestimmungsrecht erhalten.