Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
14:16
24.09.2020

Heute erschien auf scharf links ein mehr als seltsamer Artikel von Clemens Ronnefeldt. Statt sich eindeutig und klar vom Imperialismus zu distanzieren, werden die Massaker und die Verbrechen der serbischen Tschetniks in Kosova geleugnet. Letzteres hat nichts mit dem Kampf gegen den Imperialismus zu tun. In Kosovo gab es entsetzliche Verbrechen durch

serbische Nationalisten und Faschisten bis zum Jahr 1999. Diese Aussage hat nichts mit der Rechtfertigung der NATO Intervention gegen Serbien zu tun. Es ist nur etwas seltsam wenn bestimmte“ Antiimperialisten“ so tun als ob der „Feind meines Feindes mein Freund wäre“. In Kosova wurden 12.000 Menschen durch serbische Militärs und Paramilitärs getötet. Die meisten der Opfer waren Zivilisten. Es gab zehntausende Vergewaltigungen. Wenn Herr Ronnefeld dies nicht glaubt so empfehle ich ihm eine Reise nach Kosova, dort könnte es seine Weisheiten den -hinterbliebenen Opfern, des serbischen Faschismus erzählen. Ich gehe allerdings davon aus dass er dazu nicht den Mut finden wird. Knapp 150.000 Häuser wurden durch serbische Paramilitärs zerstört. Die NATO intervenierte in Kosovo nicht wegen der humanitären Katastrophe. Die NATO intervenierte weil es um ihre eigenen Interessen ging. Der ehemalige Freund des Westens, Slobodan Milosevic, konnte in Kosova nicht mehr für Stabilität garantieren. Aus diesem Grund und um ihren Einflusszone direkt zu erweitern intervenierte die NATO. Das Bombardement selbst stärkte die serbischen Faschisten. Die serbischen Tschetniks versuchten die Wut, bestimmte Serben gegen die Luftangriffe in grausame Tötungsakte gegen die Albaner und Albanerinnen zu verwandeln. Aus diesem Grund wandte sich der damalige Sprecher der UCK Adem Demaci, gegen die Luftangriffe und gegen den Vertrag von Rambouillet . In dem Vertrag wird Kosovo kein Selbstbestimmungsrecht gewährt. All dies interessiert Herrn Ronnefeld nicht. Seine Informationen bezieht er aus bestimmten Fernsehdokumentation und aus komischen Zeitungsartikeln. Es gehört sich nicht für Linke Verbrechen und Morde abzustreiten. Diese Morde von Verbrechern gab es massiv in Kosovo. Leider gibt es bestimmte Menschen, die nicht vor Ort die Realität prüfen, sondern aus der Ferne bestimmte Fehldiagnosen stellen. Gerade in den letzten Wochen wurden in Serbien wieder massiv Gräber von ermordeten albanischen Zivilisten gefunden. Darüber berichtet der Autor Clemens Ronnefeldt mit keinem Sterbenswörtchen. Stattdessen bezieht er sich auf abgehalfterte NATO Generäle und konservative Kronzeugen. Herr Ronnefeldt selbst verbreitet Lügen. Wer dies als Kampf gegen den Imperialismus ausgibt, ist nichts weiter als ein nützlicher Scharlatan des Imperialismus. Für Linke kommt es darauf an, die Verbrechen in Kosova zu benennen, ohne vor dem Imperialismus zu Kreuze zu kriechen. Gerade die EU Mission negiert das Selbstbestimmungsrecht Kosovas. Dieser EU Meinung schließt sich unser angeblicher Kämpfer gegen den Imperialismus an. Es bleibt dabei , um mit Lasalle zu sagen: „Die erste revolutionäre Tat besteht darin zu sagen was ist.“ Ergo es gab massive Verbrechen in Kosova, die Menschen im Kosova haben das Recht auf nationale Selbstbestimmung. Wer dies in Abrede gestellt ist in Wahrheit mit den serbischen Chauvinisten und der imperialistischen Reaktion verbunden.



Quelle http://www.scharf-links.de/44.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=43230&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=bb5b72ab81