Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
15:05
21.09.2019

Einige Albaner in Kosova, besonders aber Albaner und Albanerinnen in Mazedonien, in Skopje und Tetova, feierten gestern den Wahlsieg der AKP, den Wahlsieg von Erdogan in der Türkei. Gehts noch dümmer. Der albanische Journalist Nazim Rashidi stellte dazu in Tetova-Press fest: „ Wer Erdogan feiert sollte auch Gruevski feiern.“ In der Tat, Wahlsieger Erdogan steht für Krieg, die Verfolgung der

Opposition, für den politischen Islamismus, sowie gegen das Selbstbestimmungsrecht der Kurden und Kurdinnen. Was für Gründe sollten die Albaner also haben Erdogan zu feiern ? Möchtegernsultan Erdogan arbeitet eng mit der mazedonischen Regierung zusammen. In Kosova sind türkische Investoren führend im Privatisierungsprozess. Am Flughafen in Prishtina wurden nach der Privatisierung Verträge mit dem Betriebsrat gebrochen, renitente Arbeiter entlassen und Löhne gesenkt. Der Stromverteiler KEDS wurde von einem türkisch kapitalistischem Unternehmen aufgekauft. Die Folge davon waren explodierende Strompreise. Vor einigen Jahren begrüßte Hashim Thaci, Erdogan am Flughafen in Prishtina mit dem Slogan : „Bruder Erdogan“. Wichtige Profiteure der Verschleuderung von gesellschaftlichem Eigentum in Kosova sind bis dato Unternehmen aus dem Dunstkreis des Erdogan Clans. Geboten ist Solidarität mit dem linken Widerstand in der Türkei gegen den ambitionierten „modernen“ Sultan Erdogan. In Kosova gibt es Widerstand gegen die faschistoide Regierung Mustafa. In der Türkei gibt es Widerstand gegen den Sultan Erdogan. Dieser Widerstand muss sich miteinander internationalistisch verbinden. Alles andere ist kalter Kaffe.   

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Nazim Rashidi

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