Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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20.02.2019
Vor einiger Zeit schrieb Luljeta Selimi ein Buch zum Schicksal von Frauen aus Kosova, welche während des Krieges vergewaltigt wurden. Frau Selimi schrieb in ihrem Vorwort zum Zweck des Buches: „Einer der Hauptgründe ist die Tatsache, dass die Wahrheit über dieses äußerst schmerzvolle und heikle Kapitel des letzten Krieges in Kosova bis jetzt

Gjermanisht shqip   Heute ist der internationale Frauentag. Weltweit wird der Tag für die Rechte der Frauen begangen. Der Frauentag sollte keine Alibiveranstaltung mit Blumen für das weibliche Geschlecht sein. Besondere Armut und Unterdrückung prägen wieder verstärkt das Leben der meisten Freuen auf dem Globus . In Kosova und Albanien hat der kapitalistische Neoliberalismus, die Frauen weitgehend aus dem Berufsleben verdrängt und patriarchale Strukturen reaktiviert. Der Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung kann nicht geführt werden ohne für die Rechte der anderen

Zwar gibt es in Kosova keine Gesetze mehr, die die Frauenrechte direkt verletzen. Zudem sind auf der gesetzlichen Ebene zahlreiche Fortschritte erzielt worden. So können Frauen sowohl nicht nur auf das Sorgerecht für ihre Kinder oder zumindest auf ein Umgangsrecht im Falle einer Scheidung, sondern auch auf Unterhalt klagen. Dennoch scheitert die Realisierung von letzterem nur allzu oft daran, dass dort, wo nichts ist, auch nichts zu holen ist. Erschwerend kommt dann die mangelnde Absicherung durch den noch unzureichenden Sozialstaat hinzu.

Nach Einschätzungen der „Weltbank“ und des IWF ist Kosova/Kosovo das ärmste Gebiet in Europa. Offiziell sind 57% der Menschen ohne Arbeit, in Wahrheit dürfte die Zahl bei 80% liegen. Ein gelernter Arbeiter verdient maximal 200 Euro, bei einer gegebenen Preislage die deutschem Niveau entspricht. Es existiert ein enormes soziales Gefälle zwischen den Beamten der UNMIK, die alles in der Hand haben ( der Direktor der Telefongesellschaft verdient 20.000 Euro im Monat) und den „Eingeborenen“ in „UNMIKISTAN“. Rentner haben meist nur 35 Euro im Monat und leben damit am absoluten Existenzminimum. Ohne Unterstützung durch Familienangehörige im Ausland würde in Kosova Massenhunger herrschen.